26 Februar 2021

Die Nachrichtenlage um 11 Uhr

Die Schlagzeilen:

WIRTSCHAFT

KONJUNKTUR: Die Schweizer Wirtschaft ist im vierten Quartal wegen der zweiten Coronawelle nur noch ganz leicht gewachsen. Die starke Erholung vom Coronaabsturz im Sommer ist damit zum Stehen gekommen. Im Gesamtjahr 2020 sank das BIP so stark wie seit Jahrzehnten nicht mehr.

Das Bruttoinlandprodukt (BIP) stieg in der Periode von Oktober bis Dezember 2020 gegenĂĽber dem Vorquartal um 0,3 Prozent. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal sank es um 1,6 Prozent.

Grosse Einbussen hätten im vierten Quartal jene Dienstleistungsbranchen erlebt, welche direkt durch die verschärften Eindämmungsmassnahmen gegen Corona betroffen gewesen seien, teilte das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Freitag mit. Zudem habe die internationale Reisetätigkeit wieder deutlich nachgelassen, was den Tourismus belastet habe. (Bern, 10:08)

LUFTVERKEHR: Der Einbruch des Flugverkehrs durch die Corona-Pandemie hat der British-Airways-Mutter IAG im vergangenen Jahr einen Milliardenverlust eingebrockt. Unter dem Strich stand ein Minus von 6,9 Milliarden Euro nach einem Gewinn von 1,7 Milliarden ein Jahr zuvor.

Dies gab der Mutterkonzern von British Airways, Iberia, Vueling, Aer Lingus und Level am Freitag in London bekannt. Der neue Konzernchef Luis Gallego hofft, dass die Impfungen gegen das Virus das Reisen bald wieder im grösseren Stil möglich machen. Eine Ergebnisprognose für das laufende Jahr traut er sich nicht zu. (London, 09:47)

BAUSTOFFE: Der weltgrösste Zement- und Baustoffkonzern LafargeHolcim ist wieder auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Im Schlussquartal hat sich die Dynamik klar verbessert und auch die Profitabilität legte wieder zu.

Im laufenden Jahr wird RĂĽckenwind fĂĽr das Geschäft durch die staatlichen Konjunkturprogramme erwartet. „2020 war ein aussergewöhnliches Jahr“, betont der Konzernchef Jan Jenisch am Freitag. Er sei stolz darauf, wie das Unternehmen und die Mitarbeitenden mit der Corona-Krise umgegangen seien. (Jona, 09:17)

POLITIK

ERITREA: Im Äthiopienkrieg haben Truppen aus dem benachbarten Eritrea Menschenrechtlern zufolge systematisch Hunderte Menschen getötet.

Zu dem zweitägigen Massaker sei es in der Stadt Axum in der Region Tigray Ende November gekommen, teilte Amnesty International am Freitag mit. Augenzeugen berichteten demnach, dass Bewohner der Stadt getötet, Häuser willkürlich beschossen und Gebäude geplündert worden seien.

Während der Offensive zur Einnahme Axums hätten äthiopische und eritreische Truppen etliche Kriegsverbrechen begangen, sagte Deprose Muchena, der Leiter fĂĽr Ostafrika und das sĂĽdliche Afrika bei Amnesty International. „DarĂĽber hinaus haben eritreische Truppen randaliert und systematisch Hunderte Zivilisten kaltblĂĽtig getötet, was nach einem Verbrechen gegen die Menschlichkeit aussieht.“ (Addis Abeba, 10:01)

ISRAEL: Bei Feiern anlässlich des jüdischen Karnevalsfestes Purim haben in Israel nach Angaben der Polizei Hunderte gegen Corona-Regeln verstossen.

In Jerusalem lösten Beamte eine Party mit rund 250 Teilnehmern in einem Hotel auf, wie die Polizei am Freitag mitteilte. An anderen Orten der Stadt wurden demnach weitere Feiern mit jeweils Dutzenden Gästen beendet.

Aus Sorge vor einer Zunahme von Neuinfektionen mit dem Coronavirus hat die Regierung anlässlich des Purim-Festes von Donnerstagabend bis Sonntagmorgen nächtliche Lockdowns verhängt. Man darf sich dann nicht weiter als 1000 Meter von seiner Wohnung entfernen und auch nicht andere Haushalte besuchen. Partys dürfen nicht während der Lockdown-Stunden gefeiert werden. (Jerusalem, 09:26)

BAYERN: Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz dringt auf eine einheitliche Grenzregelung in der Europäischen Union. „Ich hoffe, dass Europa bald ein einheitliches Vorgehen an den Grenzen zustande bringt“, sagte er dem „MĂĽnchner Merkur“ (Freitag). „Es gibt ja auch in Deutschland unterschiedlich strenge Grenzregelung, je nach Himmelsrichtung.“

Es sei sinnvoll, in Pandemiezeiten „auf ein Sicherheitsnetz mit Tests, Masken und anderem“ zu setzen, sagte Kurz. „Aber Massnahmen, die dazu fĂĽhren, dass der Binnenmarkt gefährdet wird, Menschen nicht mehr zu ihrem Arbeitsplatz kommen und Familien auseinandergerissen werden, halte ich nicht fĂĽr sinnvoll.“ (Wien/MĂĽnchen, 08:56)

SĂśDKOREA: SĂĽdkorea hat mit den Impfungen gegen das Coronavirus begonnen. Als erster Impfstoff wurde am Freitag das Vakzin von Astrazeneca verabreicht.

Kurz vor dem offiziellen Start der landesweiten Impfkampagne am Morgen (Ortszeit) habe eine 61-jährige Altenpflegerin in Seoul die erste Spritze erhalten, berichtete der südkoreanische Rundfunksender KBS. Präsident Moon Jae In hatte den etwa 52 Millionen Einwohnern des Landes eine kostenlose Corona-Schutzimpfung versprochen. (Seoul, 08:55)

SOZIALVERSICHERUNGEN: Der Direktor des Bundesamts für Sozialversicherungen (BSV), Stéphane Rossini, hat die dringende Reform der Sozialwerke angemahnt. Die Coronavirus-Krise erhöhe bei der AHV und der beruflichen Vorsorge sogar noch den Druck.

Dies sagte er der „Neuen ZĂĽrcher Zeitung“ vom Freitag. Die konkreten Auswirkungen der aktuellen Krise etwa auf die Sozialversicherungen seien einerseits die finanziellen Folgen, erklärte Rossini. „Die drohenden Defizite der AHV fallen noch grösser aus als vor der Krise erwartet, und bei der IV wird es länger dauern, bis die Schulden zurĂĽckbezahlt sind“, hiess es weiter. (Bern, 06:01)

VERMISCHTES

PROZESS: Für das Kantonsgericht St. Gallen ist nicht erwiesen, dass eine 37-jährige Deutsche und ihr 57-jähriger Partner für den Tod ihrer gemeinsamen Tochter verantwortlich sind. Es sprach sie am Freitag vom Hauptvorwurf der Tötung frei.

Es verurteilte sie jedoch wegen Verletzung der Fürsorgepflicht und weiterer Delikte zu Freiheitsstrafen 30 und 21 Monaten. Bei der Frau werden teilbedingt 12 der 30 Monate vollzogen, die Freiheitsstrafe gegen den Mann wurde bedingt bei einer Probezeit von drei Jahren ausgesprochen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (St. Gallen, 10:22)

BAHN: Ungewöhnliches Bremsverhalten war die Ursache für den Zusammenstoss zweier BLS-Züge Ende 2020. Das hat die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) laut BLS herausgefunden. Das Problem scheint bei allen Fahrzeugen dieses Typs auftreten zu können.

Am 31. Dezember 2020 stiess am Bahnhof Belp ein Zug des Typs „Mutz“ mit einem anderen Fahrzeug dieses Typs zusammen, als er fĂĽr die Weiterfahrt angekuppelt werden sollte. An beiden ZĂĽgen entstand Sachschaden von je 400’000 Franken. (Bern, 08:24)

DEUTSCHLAND: Bei einer grossangelegten Razzia gegen ein Neonazi-Netzwerk in mehreren deutschen Bundesländern hat die Polizei bislang Bargeld und Drogen gefunden. Auch ein Auto wurde bei den Durchsuchungen am Freitag sichergestellt, wie das Thüringer Landeskriminalamt (LKA) mitteilte.

Die Durchsuchungen in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Hessen liefen am Freitagmorgen noch. Schwerpunkt der Durchsuchungen wegen des Verdachts des grossangelegten Drogenhandels und der Geldwäsche sei der Raum Gotha, hiess es. (Erfurt, 10:17)

KULTUR

USA: „Ocean’s Eleven“-Regisseur Steven Soderbergh (58) will US-Schauspielerin Zoe Kravitz (32, „Big Little Lies“, „Mad Max: Fury Road“) vor die Kamera holen. FĂĽr den Streamingdienst HBO Max planen sie den Thriller „KIMI“, wie die US-Branchenportale „Deadline.com“ und „Variety“ am Donnerstag berichteten. Als Drehbuchautor und Produzent ist demnach David Koepp („Jurassic Park“, „Mission: Impossible“) an Bord.

Der Krimi dreht sich um eine am Raumangst leidende Mitarbeiterin in der Tech-Industrie, die Videoaufnahmen von einem brutalen Verbrechen entdeckt. Um dem Fall nachzugehen, muss sie die eigenen Ă„ngste ĂĽberwinden, um ihre Wohnung zu verlassen. (Los Angeles, 09:43)

SPORT

WTA ADELAIDE: Jil Teichmann scheidet im Halbfinal des WTA-Turniers in Adelaide aus. Die Seeländerin verliert gegen die Polin Iga Swiatek 3:6, 2:6.

Iga Swiatek, als Nummer 18 im Ranking 43 Plätze vor der Schweizerin klassiert, genügte im ersten Durchgang ein Servicedurchbruch zum Satzgewinn. Im zweiten Umgang hielt Jil Teichmann mit der letztjährigen French-Open-Siegerin nur kurz mit. Die letzten fünf Games gewann alle die Polin.

Jil Teichmann war im vergangenen August in einem Turnier letztmals so weit beziehungsweise noch weiter gekommen. In Lexington im US-Staat Kentucky hatte sie den Final erreicht, den sie gegen die Amerikanerin Jennifer Brady, vor einer Woche Finalistin im Australian Open, verlor. (Tennis, 07:09)

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