4 MĂ€rz 2021

Raiffeisen steigert Gewinn im Corona-Jahr 2020 leicht

Die Raiffeisen-Gruppe hat im GeschÀftsjahr 2020 den Gewinn in dem herausfordernden Umfeld um die Corona-Pandemie leicht verbessert. Im HypothekargeschÀft legte die genossenschaftlich organisierte Bankengruppe im vergangenen Jahr auf dem Niveau des Gesamtmarkts zu.

Der Gruppengewinn erhöhte sich im vergangenen Jahr um 3,1 Prozent auf 860,6 Millionen Franken, wie die Raiffeisen-Gruppe am Donnerstag mitteilte. Der GeschĂ€ftserfolg als Mass fĂŒr das operative Ergebnis verbesserte sich mit einem Plus von 4,1 Prozent auf 967,4 Millionen Franken etwas stĂ€rker. Zudem vermeldet die Gruppe rund 37’000 neue Kundinnen und Kunden – dies in allen Regionen der Schweiz.

Insgesamt erwirtschaftete die Bankengruppe einen leicht höheren Gesamtertrag von 3,06 Milliarden Franken (VJ 3,05 Milliarden). Deutlich wuchsen die ErtrÀge im Kommissions- und DienstleistungsgeschÀft (+8,4 Prozent auf 451 Millionen), dies dank einem deutlichen Anstieg bei Vermögensverwaltungsmandaten, Fondsspardepots und Vorsorgefonds.

Im ZinsengeschĂ€ft konnte die Gruppe den Nettoerfolg um 1,9 Prozent auf 2,30 Milliarden Franken erhöhen. Die Bankengruppe bildete nach einer PrĂŒfung der Firmenkundenportfolios im Hinblick auf die Corona-Pandemie erhöhte Wertberichtigungen auf einzelnen Kreditpositionen. Im Gegenzug wurden allerdings die Mitte Jahr vorsorglich gebildeten Reserven aufgelöst.

Verbessern konnte die Gruppe die Resultate auf der Kostenseite: Der GeschĂ€ftsaufwand bildete sich um 2,9 Prozent auf 1,82 Milliarden Franken zurĂŒck. Die Cost-Income-Ratio verbesserte sich auf 59,4 von 61,3 Prozent.

Im HypothekargeschĂ€ft steigerte die Raiffeisen-Gruppe die Forderungen um 2,7 Prozent auf 190,3 Milliarden Franken. Der Marktanteil sei dabei mit 17,6 Prozent stabil geblieben, heisst es. Die Forderungen gegenĂŒber Kunden stiegen mit einem Plus von 23 Prozent stark an – dies vor allem wegen Covid-19-Krediten im Rahmen des Programms des Bundes im Umfang von 1,8 Milliarden Franken.

Eine deutliche Zunahme verzeichnete Raiffeisen bei den verwalteten Kundenvermögen (AuM), die per Ende Jahr mit 224 Milliarden Franken um 8,1 Prozent ĂŒber dem Vorjahreswert lagen. Zu verdanken war der Anstieg nicht zuletzt höheren Kundeneinlagen, aber auch das Depotvolumen stieg klar an.

Im laufenden Jahr will sich Raiffeisen auf die Umsetzung der Gruppenstrategie konzentrieren. Insgesamt erwartet die Bankengruppe einen soliden operativen GeschĂ€ftsgang. Im anhaltenden Tiefzinsumfeld dĂŒrften die Finanzierungskonditionen fĂŒr Wohneigentum „sehr attraktiv“ bleiben. Das HypothekargeschĂ€ft werde sich – wenn ĂŒberhaupt – nur leicht abschwĂ€chen.

 

(SDA / Bild: zvg)