8 MĂ€rz 2021

Prozess um Milliardenstrafe fĂŒr Schweizer UBS begonnen

Gut zwei Jahre nach einem Rekordbussgeld von mehr als 3,7 Milliarden Euro fĂŒr die Schweizer Grossbank UBS wird die AffĂ€re um GeschĂ€fte mit Steuerhinterziehern in Frankreich neu aufgerollt. Vor einem Pariser Berufungsgericht begann am Montag ein neuer Prozess, wie die Bank auf Anfrage bestĂ€tigte. Die Verhandlungen sollen laut Gericht bis zum 24. MĂ€rz laufen. Die UBS wird nach eigenen Angaben von dem bekannten Pariser Anwalt HervĂ© Temime vertreten.

Die Bank half nach Angaben aus dem Verfahren der ersten Instanz vermögenden Franzosen, auf Schweizer Konten MilliardenbetrÀge vor dem Finanzamt zu verstecken. Es ging insgesamt um Vermögenswerte von mehr als zehn Milliarden Euro.

Das Kreditinstitut legte nach dem Urteil vom Februar 2019 Berufung ein; es habe stets VorwĂŒrfe strafbaren Fehlverhaltens zurĂŒckgewiesen, hatte es geheissen. Aus dem GeschĂ€ftsbericht der UBS fĂŒr das vergangene Jahr geht hervor, dass es fĂŒr die Bank um Forderungen von insgesamt 4,5 Milliarden Euro geht.

Das Gericht der ersten Instanz hatte entschieden, dass die UBS, ihre französische Filiale und drei frĂŒhere Verantwortliche gemeinsam 800 Millionen Euro Schadenersatz an den französischen Staat zahlen mĂŒssen. Der Staat trat in dem Prozess als NebenklĂ€ger auf.