23 Februar 2021

Preise im Euro-Raum steigen wieder

Nach Monaten sinkender Preise sind im Euro-Raum die Lebenshaltungskosten zum Jahresstart erstmals wieder gestiegen.

Im Januar zogen die Verbraucherpreise binnen Jahresfrist um 0,9 Prozent an, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat am Dienstag mitteilte und damit eine erste Schätzung bestätigte.

Hinter dem Anstieg stehen unter anderem die Energiepreise, die weniger stark sanken als in den Monaten zuvor. Zudem machte sich die R√ľcknahme der zeitweisen Mehrwertsteuersenkung in Deutschland bemerkbar. Im Dezember und in den drei Monaten zuvor waren die Lebenshaltungskosten noch um jeweils 0,3 Prozent gesunken.

Mit den neuen Inflationsdaten ist das Ziel der Europ√§ischen Zentralbank (EZB) von knapp unter zwei Prozent Inflation, was sie als optimal f√ľr die Wirtschaft erachtet, wieder etwas n√§her ger√ľckt. Die W√§hrungsh√ľter verfehlen ihre Zielmarke bereits seit Fr√ľhjahr 2013. Zuletzt hatten die zweite Pandemie-Welle und erneute harte Lockdown-Massnahmen in den Euro-L√§ndern die Wirtschaftsaktivit√§t und damit die Inflationsentwicklung gebremst.

Energie verbilligte sich im Januar um 4,2 Prozent. Noch im Dezember waren die Energiepreise um 6,9 Prozent gesunken. Die Preise f√ľr Industrieg√ľter ohne Energie erh√∂hten sich dagegen um 1,5 Prozent, nachdem sie im Dezember um 0,5 Prozent zur√ľckgegangen waren. Dienstleistungen verteuerten sich im Januar um 1,4 Prozent.

(sda)