22 Januar 2021

Postauto geht von Verlust von 50 Millionen aus

Postauto geht f├╝r das vergangene Jahr wegen der Coronavirus-Pandemie von einem Verlust von 50 Millionen Franken aus. Dieser soll mit den angeh├Ąuften Reserven gedeckt werden. Die Reserven seien gross genug, dass Postauto damit den Verlust decken m├╝sse, sagte Postauto-Sprecher Urs Bloch.

Zwar hatte das Parlament in der Herbstsession entschieden, Unternehmen im ├Âffentlichen Verkehr wegen der Verluste w├Ąhrend der Coronavirus-Pandemie mit insgesamt 900 Millionen zu unterst├╝tzen. Gem├Ąss dem entsprechenden Bundesgesetz ist diese Hilfe aber an Bedingungen gekn├╝pft: So m├╝ssen zuerst die Reserven aufgel├Âst werden und die Unternehmen d├╝rfen w├Ąhrend der Jahre 2020 bis 2021 keine Dividenden aussch├╝tten.

„Jedes Transportunternehmen, das im konzessionierten, regionalen Personenverkehr t├Ątig ist, leitet allf├Ąllige ├ťbersch├╝sse gem├Ąss den gesetzlichen Vorgaben in diese Reserve“, erkl├Ąrte Urs Bloch gegen├╝ber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Daraus m├╝ssten dann in weniger guten Jahren auch Defizite gedeckt werden. Daher k├Ânne Postauto nicht von der Bundeshilfe profitieren.

├ťber diese Reserven sei das Bundesamt f├╝r Verkehr (BAV) informiert. W├Ąhrend der Aufarbeitung der Postauto-Aff├Ąre h├Ątten die Beh├Ârden diese Reserve gewissermassen „eingefroren“, f├╝hrte Bloch aus. Die Post und Postauto h├Ątten die R├╝ckzahlungen in der H├Âhe von rund 200 Millionen Franken nicht aus dieser Reserve zur├╝ckbezahlt.

Um wie viel Prozent der Personenverkehr bei Postauto zur├╝ckgegangen ist, konnte Bloch noch nicht sagen, es sei aber „sicher ein deutlicher R├╝ckgang“. Vor allem in den Fr├╝hlingsmonaten 2020 mit einem Minus von 80 bis 90 Prozent gegen├╝ber Vorjahr sei der R├╝ckgang massiv gewesen. Postauto sei daran, die Zahlen abschliessend zu pr├╝fen.