25 Mai 2021

Polizei bereitet sich mit Grossaufgebot auf Demo in Solothurn vor

Die Kantonspolizei Solothurn bereitet sich auf eine mögliche unbewilligte Demonstration gegen die Corona-Massnahmen in der Stadt Solothurn am kommenden Samstag vor. Man werde mit einem Grossaufgebot im Einsatz stehen, um eine Kundgebung zu verhindern.

Dabei erhalte man Unterst√ľtzung von Einsatzkr√§ften des Polizeikonkordates Nordwestschweiz, teilte die Kantonspolizei am Dienstag mit. Obwohl die Demonstration nicht bewilligt sei, seien verschiedene Aufrufe zur Teilnahme im Umlauf. Auch eine Gegenveranstaltung sei angek√ľndigt worden.

Die politischen Behörden hätten der Polizei den Auftrag erteilt, eine unbewilligte Kundgebung zu verhindern und die Rechtsordnung durchzusetzen. Zudem solle die Polizei die Sicherheit der Solothurner Bevölkerung gewährleisten.

Personen, die trotz der fehlenden Bewilligung an einer Demonstration teilnehmen wollen, ruft die Kantonspolizei auf, darauf zu verzichten. Wer dennoch teilnehme, m√ľsse mit polizeirechtlichen Massnahmen wie Fernhaltungen oder Wegweisungen sowie je nach Situation mit strafrechtlichen Konsequenzen wie Bussen oder Anzeigen rechnen.

Die unbeteiligte Bev√∂lkerung m√ľsse mit Einschr√§nkungen und Kontrollen im √∂ffentlichen Raum rechnen. Polizei und Beh√∂rden w√ľrden daf√ľr um Verst√§ndnis bitten.

Das Solothurner Stadtpr√§sidium hatte eine Kundgebung des Vereins „Stiller Protest“, der bereits in verschiedenen Schweizer Orten Demonstrationen gegen die Corona-Massnahmen organisierte, am n√§chsten Samstag nicht bewilligt. Die Beschwerdekommission der Stadt lehnte eine Beschwerde dagegen ab.

Zuletzt demonstrierten am vergangenen Samstag zwischen 4000 und 5000 Massnahmen-Gegnerinnen und -Gegner in Neuenburg. Die meisten trugen keine Masken. Die Beh√∂rden hatten die Kundgebung des Vereins „Stiller Protest“, anders als in Solothurn, bewilligt.

(text:sda/bild:unsplash)