26 April 2021

Nothilfe nun auch f├╝r Fernverkehr

Die Verkehrskommissionen von Nationalrat und St├Ąnderat wollen sich mit der Frage befassen, ob neben dem Regionalverkehr und dem G├╝terverkehr auch der Fernverkehr Corona-Hilfsgelder bekommen soll.

Die Verkehrskommission des St├Ąnderates (KVF-S) sorge sich um die Finanzierung des ├Âffentlichen Verkehrs im zweiten Jahr der Pandemie, sagte ihr Pr├Ąsident Stefan Engler (CVP/GR) am Montag in der Sendung „Heute Morgen“ von Radio SRF. F├╝r den regionalen Personenverkehr, den Ortsverkehr, den Bahn-G├╝terverkehr, die Bahninfrastruktur sowie f├╝r touristische Angebote beschloss das Parlament im vergangenen Herbst Hilfsgelder von rund 900 Millionen Franken. Den Fernverkehr, den die SBB eigenwirtschaftlich betreiben, klammerten die R├Ąte allerdings aus.

Die KVF-S habe den Fernverkehr zus├Ątzlich auf die Agenda genommen, weil im vergangenen Jahr erhebliche Ertragsausf├Ąlle verzeichnet worden seien, sagte Engler. Es stelle sich die Frage, ob die SBB ein zweites Pandemie-Jahr verkraften k├Ânnten. „Wir glauben, eher Nein.“

Auch in der Schwesterkommission, der Verkehrskommission des Nationalrats (KVF-N) ist die Nothilfe f├╝r den Fernverkehr ein Thema, wie Pr├Ąsident Michael T├Ângi (Gr├╝ne/LU) in der Sendung sagte.

Die KVF-N werde die finanzielle Situation im Fernverkehr ansprechen und je nach Antworten seitens der SBB den Fernverkehr ber├╝cksichtigen und schauen, „dass wir ihn unterst├╝tzen k├Ânnen“.

Die SBB fuhren im Pandemiejahr 2020 rekordtief in die roten Zahlen. Die Nachfrage brach um einen Drittel ein. In der Mitte M├Ąrz pr├Ąsentierten Bilanz schl├Ągt sich das mit einem Verlust von 617 Millionen Franken nieder. Seit Fr├╝hling 2020 spart der Bundesbetrieb.

Die SBB betreiben den Fernverkehr eigenwirtschaftlich, beim G├╝terverkehr ist das teilweise der Fall. Regionalverkehr und Infrastruktur sind subventioniert.

(text:sda/bild:pixabay)