6 Oktober 2021

├ľlpest in Kalifornien: Riss in verbogener Pipeline am Meeresgrund

Taucher haben Hinweise auf die mutmassliche Ursache der ├ľlpest vor der s├╝dkalifornischen K├╝ste gefunden. Eine Pipeline auf dem Meeresboden sei verbogen und weise einen ├╝ber 30 Zentimeter langen Riss auf, teilte die US-K├╝stenwache am Dienstag mit. Demnach sei ein 1,2 Kilometer langes St├╝ck der ├╝ber 28 Kilometer langen Pipeline seitlich verschoben worden. Die Rohrleitung verbindet eine F├Ârderplattform im Pazifik mit einer Anlage im Hafen von Long Beach.

Die Pipeline weise eine Biegung „wie ein Halbkreis“ von etwa 32 Metern auf, teilte die Betreiberfirma am Dienstag mit. Firmenchef Martyn Willsher sprach von einem ungew├Âhnlichen Ereignis, die Ursache daf├╝r werde untersucht. Es sei m├Âglich, dass die Pipeline vom Anker eines Schiffs getroffen worden sei, hatte Willsher am Montag erkl├Ąrt.

Der ├ľlfilm auf der Meeresoberfl├Ąche war am Freitag entdeckt worden. Die Menge des ausgelaufenen ├ľls wird inzwischen auf rund 550 000 Liter gesch├Ątzt. Entlang der K├╝ste s├╝dlich von Los Angeles sind aufgrund der Umweltkatastrophe zahlreiche Str├Ąnde geschlossen, darunter in den beliebten Badeorten Huntington Beach und Laguna Beach.

├ťber ein Dutzend Boote und mehr als 300 Helfer am Strand sind im Kampf gegen den ├ľlteppich im Einsatz. Gouverneur Gavin Newsom hat f├╝r den Bezirk den Notstand ausgerufen, um auf diese Weise mehr Personal und Mittel bereitzustellen. Umweltsch├╝tzer berichteten von ├Âlverschmierten V├Âgeln und toten Fischen.

(text:sda/bild:unsplash)