19 Mai 2021

Oberland: Bei Mutterk├╝hen ist beim Wandern Vorsicht geboten

„2014 kamen durch K├╝he mehr Menschen ums Leben als durch Weisse Haie“, k├Ânnte die Schlagzeile in einem Boulevardblatt lauten. Zwar gibt es im Alpenraum allj├Ąhrlich Zwischenf├Ąlle mit Wanderer:innen und Mutterk├╝hen, die auch zu Verletzten oder in Ausnahmef├Ąllen sogar zu Toten f├╝hren k├Ânnen, allerdings sind solche Zwischenf├Ąlle angesichts der grossen Zahl an Menschen, die auf den Wanderwegen unterwegs sind, doch ├Ąusserst selten.

K├╝he sind gruns├Ątzlich friedliche Tiere, haben aber einen ausgepr├Ągten Besch├╝tzerinstinkt, wenn K├Ąlber mit auf der Weide sind. Daher ist hier Vorsicht geboten: Beim Durchwandern einer Weide soll auf gen├╝gend Abstand geachtet werden, sagt Patricia Cornali von den Schweizer Wanderwegen gegen├╝ber Radio BeO. Auch solle man die Tiere stets im Auge behalten und auf Warnsignale achten, etwa Schnauben, mit den Vorderhufen scharren oder Kopfsenken. Auf Hunde reagieren die Tiere gereizt, weil sie in ihnen eine gr├Âssere Gefahr sehen. Daher m├╝ssen Hunde in Weiden an der Leine gef├╝hrt werden.

Sollte die Situation brenzlig werden, solle man sich rasch, aber ruhig aus der Weide entfernen, ohne den Tieren den R├╝cken zuzukehren. Sollte ein Muttertier zum Angriff ├╝bergehen, so kann es helfen, die Jacke oder den Rucksack vor sich fallen zu lassen, um das Tier abzulenken und sich dann in Sicherheit zu begeben. In diesem Fall kann auch der Hund von der Leine gelassen werden, der Hund ist meist schneller als die Kuh. Auch sei es wichtig, die Tiere nicht zu untersch├Ątzen. Eine Kuh bringt rund eine halbe Tonne an Gewicht auf die Waage, kann trotzdem aber bis zu 40 Stundenkilometer schnell rennen.

(text:cs/bild:unsplash)