7 Februar 2021

Meldepflicht f├╝r Lotto und Tombola

Seit dem 1. Januar ist im Kanton Bern das neue Geldspielgesetz in Kraft. Ein Gesetz, das die Bev├Âlkerung schon seit Jahren besch├Ąftigt. Angefangen hat es im Jahr 2012, als es eine nationale Volksabstimmung gab. Eine Abstimmung in der es darum ging, ob man die Geldspiele ├╝berhaupt noch will, oder ob man sie direkt verbieten soll. Die Schweizer Bev├Âlkerung hat sich in dieser Abstimmung sehr klar f├╝r das Geldspiel ausgesprochen, allerdings mit der Bedingung, dass das Geld, das durch die Gewinne zur├╝ck an den Staat respektive Kanton fliesst, besser in gemeinn├╝tzige Projekte investiert wird.

Diese Bedingung hat dazu gef├╝hrt, dass der Bund ein neues Bundesgesetz eingef├╝hrt hat. Dieses gilt seit dem Januar 2019. Ab diesem Zeitpunkt hatten die Kanone jetzt zwei Jahre Zeit, ihr eigenes kantonales Gesetz anzupassen. Und dies ist jetzt auch im Kanton Bern passiert.

Grosse Ver├Ąnderungen gibt es nicht, sagt Irene Steinegge, sie ist Leiterin der Abteilung Fonds und Bewilligungen beim Kanton. Es sei jetzt einfach besser im Gesetz verankert, wie mit dem Geld f├╝r die gemeinn├╝tzigen Projekte umgegangen wird. Zudem haben neu alle Geldspiele, auch die kleineren wie ein Lotto oder eine Tombola eine Meldepflicht. Irene Seinegger erkl├Ąrt auf Anfrage von Radio BeO: „Der Bund verlangt von den Kantonen, dass sie die Regelungen f├╝r Lotto’s und Tombola’s umsetzen. Das heisst der Kanton kontrolliert, ob der Veranstalter von so einer Aktion die Bedingungen zur Durchf├╝hrung erf├╝llt oder nicht. Und das wiederum bedeutet, dass wir als Kanton wissen m├╝ssen, wo denn solche Veranstaltungen abgehalten werden. Deswegen braucht es diese Bewilligungen.“

Diese Bewilligungen m├╝ssen sp├Ątestens 30 Tage vor dem Veranstaltungsdatum eingereicht werden. Dass dies ein unverh├Ąltnism├Ąssiger Mehraufwand f├╝r die Veranstalter bedeutet, das glaubt Irene Steinegger nicht. Klar sei es ein Formular, das ausgef├╝llt werden muss, dieses sei aber einfach online und geb├╝rhenfrei einzureichen. Zudem m├╝sse ein Veranstalter vielleicht einmal mehr noch auf die vom Kanton zur Verf├╝gung gestellte Chek-Liste gucken und abgleichen, ob er denn alle Auflagen erf├╝llt.