9 August 2022

Neue US-Hilfe fĂŒr die angegriffene Ukraine

Munition, Waffen und AusrĂŒstung fĂŒr die Ukraine – die USA schnĂŒren fĂŒr das von Russland angegriffene Land das bislang grösste Paket an MilitĂ€rhilfe fĂŒr eine Milliarde US-Dollar (rund 980 Millionen Euro). Es soll den kritischen Sicherheitsbedarf bei der Verteidigung der Ukraine decken, wie US-PrĂ€sident Joe Biden am Montag (Ortszeit) in Washington sagte. Der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj forderte unterdessen ein internationales Reiseverbot fĂŒr alle Russen. Mit dieser Drohung solle Russland davon abgehalten werden, besetzte ukrainische Gebiete zu annektieren.

FĂŒr die Ukraine ist Dienstag der 167. Tag seit Beginn der russischen Invasion. Sorge bereitet dem Land und der internationalen Gemeinschaft die Lage im Kernkraftwerk Saporischschja. Das grösste Akw Europas ist von russischen Truppen besetzt und in den vergangenen Tagen mehrmals mit Raketen beschossen worden. Die Kriegsparteien geben sich gegenseitig die Schuld daran. Selenskyj warf Russland „nuklearen Terrorismus“ vor.

Noch gibt es keine Hinweise auf freigesetzte RadioaktivitĂ€t, wie das Bundesamt fĂŒr Strahlenschutz (BfS) mitteilte. Ähnlich Ă€usserte sich das Weisse Haus in Washington. Aber die Angst vor möglichen SchĂ€den wĂ€chst. UN-GeneralsekretĂ€r AntĂłnio Guterres warnte: „Jeder Angriff auf ein Atomkraftwerk ist eine selbstmörderische Angelegenheit.“ Die Ukraine fordert, dass dringend eine Mission der Internationalen Atomenergie-Behörde (IAEO) das Kraftwerk besuchen solle.

(text:sda/bild:unsplash)