13 Dezember 2021

Nationalrat gegen Neuregelung bei S├Ąule 3a

Der Nationalrat will die Regeln f├╝r Einzahlungen in die S├Ąule 3a nicht ├Ąndern. Er hat eine Motion der FDP-Fraktion abgelehnt. Die Freisinnigen wollten Paaren, bei denen nur eine Person erwerbst├Ątig ist, zus├Ątzliche Einzahlungen und Steuerabz├╝ge erm├Âglichen.

Die grosse Kammer folgte mit 102 zu 81 Stimmen bei drei Enthaltungen der Empfehlung des Bundesrats, den Vorstoss abzulehnen. Die Motion ist damit vom Tisch.

Durch die Einzahlung in die S├Ąule 3a k├Ânnten etwa Frauen, die nach der Geburt eines Kindes vor├╝bergehend nicht arbeiteten, Beitragsl├╝cken kompensieren, argumentierte die FDP-Fraktion. Dies sei angesichts der Lage der Vorsorgewerke sinnvoll.

In der Debatte argumentierte die Bef├╝rworterseite zudem, die vorgeschlagene Neuregelung erlaube es Selbstst├Ąndigen, sich f├╝r das Alter besser abzusichern.

Der Bundesrat stellte sich gegen den Vorschlag. Dieser f├╝hre dazu, dass Alleinstehende schlechter behandelt w├╝rden als Verheiratete und Menschen, die in eingetragener Partnerschaft lebten. Tats├Ąchlich w├╝rde mit der Motion einfach der Steuerabzug f├╝r den erwerbst├Ątigen Partner oder die erwerbst├Ątige Partnerin verdoppelt.

Sozialminister Alain Berset hob in der Nationalratsdebatte hervor, dass von der Neuregelung vor allem Gutverdienende profitieren w├╝rden. Schon heute fehlten vielen Menschen die Mittel daf├╝r, den Maximalbeitrag in die S├Ąule 3a einzuzahlen.

(text:sda/bild:unsplash)