16 Mai 2021

Nadal gewinnt French-Open-Hauptprobe gegen Djokovic

Rafael Nadal gewinnt mit einem 7:5, 1:6, 6:3-Finalsieg gegen Novak Djokovic zum zehnten Mal das Masters-1000-Turnier in Rom.

Am Ende reichte Djokovics Kraft nur noch f├╝r zweieinhalb S├Ątze; bis zu einem veritablen Penalty f├╝r ein Break zum 3:2 im dritten Satz. Danach kippte die Partie vor 2500 Fans im zu einem Viertel gef├╝llten Foro Italico zugunsten von Nadal. Er gewann den Abn├╝tzungskampf nach ├╝ber zweidreiviertel Stunden, und das hatte seine Logik.

Die Voraussetzungen waren sehr ungleich, geradezu unfair. Am Samstag hatte die Weltnummer 1 aus Serbien sagenhafte 4:56 Stunden auf dem Platz gestanden, weil er erst noch seinen wegen Regens abgebrochenen Viertelfinal beendet musste. Nadal: lockere eineinhalb Stunden. Da der bald 35-j├Ąhrige Mallorquiner die Vorteile auf Sand ohnehin auf seiner Seite hat, ist der Sieg keine ├ťberraschung. Djokovic konnte gegen Nadal auf dessen bevorzugter Spielwiese seit dem Rom-Final 2016 nicht mehr gewinnen, insgesamt steht es nun in den Direktbegegnungen noch 29:28 f├╝r den ein Jahr j├╝ngeren Serben.

Djokovic lieferte wie gewohnt einen grandiosen Kampf, und sein Gegner agierte nicht immer stilsicher. In Paris f├╝hrt der Weg in zwei Wochen aber – trotz f├╝r seine Verh├Ąltnisse nicht ├╝berragender Sandsaison – wie immer ├╝ber Rafael Nadal, der mit seinem 21. Grand-Slam-Titel (dem 14. in Paris) vor Roger Federer alleiniger Rekordhalter werden k├Ânnte.

Wesentlich k├╝rzer war der Frauenfinal: Der polnische Teenager Iga Swiatek (WTA 15) gewann nach dem French Open im letzten Oktober auch das Masters-1000-Turnier in Rom – mit einem 6:0, 6:0 im Final gegen die ehemalige Weltnummer 1 Karolina Pliskova. Die Tschechin stand zum dritten Mal in Folge im Rom-Final, entschied in 45 Minuten aber nur gerade 13 Punkte f├╝r sich.

Der Aufstieg von Swiatek ist eindr├╝cklich. Sie sicherte sich zwei Wochen vor ihrem 20. Geburtstag bereits ihren dritten Turniersieg nach Roland Garros und Adelaide im Februar (im Final gegen Belinda Bencic). Einzig ihren ersten WTA-Final hat sie verloren – 2019 in Lugano. In dieser Form geh├Ârt sie am French Open zu den Topfavoritinnen.

(text:sda/bild:pexels)