30 Juni 2021

Mujinga Kambundji trotz Rang 2 nicht restlos zufrieden

Mujinga Kambundji l├Ąuft es am Meeting Spitzenleichtathletik Luzern nicht wie gew├╝nscht. Sie muss sich ├╝ber 100 m mit einer Zeit von 11,24 Sekunden begn├╝gen und wird Zweite.

Die Bedingungen waren aufgrund der k├╝hlen Temperaturen und der nassen Bahn alles andere als optimal, dennoch hatte sich Kambundji eine bessere Zeit erhofft. „Ich f├╝hlte mich ziemlich gut beim Aufw├Ąrmen“, sagt die 29-j├Ąhrige Bernerin. Der Start gelang ihr dann aber nicht wie erhofft, und auch mit der Beschleunigung war sie nicht zufrieden. „Ich stand ziemlich rasch auf“, bem├Ąngelte Kambundji.

All dies hatte zur Folge, dass sie nicht gen├╝gend Geschwindigkeit aufbauen konnte und gegen die 32-j├Ąhrige Ivorerin Marie-Jos├ęe Ta Lou (11,09), die WM-Zweite von 2017 und WM-Dritte von 2019, chancenlos war. Dagegen liess Kambundji die Niederl├Ąnderin Dafne Schippers (11,41), die lediglich Vierte wurde, deutlich hinter sich. Dazwischen klassierte sich die Amerikanerin Kayla White (11,31).

Nichtsdestotrotz stimmt der Fahrplan von Kambundji im Hinblick auf die Olympischen Spiele in Tokio, das unterstrich sie am Freitag an den Schweizer Meisterschaften in Langenthal, an denen sie trotz eines Stolperers nach dem Start in 11,05 Sekunden siegte. „Ich f├╝hle mich wirklich gut“, f├╝hrt Kambundji aus. Ihr n├Ąchstes Rennen bestreitet sie am kommenden Dienstag im ungarischen Szekesfehervar. Dann startet sie ├╝ber 200 m. Ob sie am 9. Juli auch noch am Diamond-League-Meeting in Monaco l├Ąuft, ist sie noch nicht sicher.

Zum Abschluss des Abends unterstrich Alex Wilson, dass er nach einer Wettkampfpause wegen R├╝ckenbeschwerden langsam aber sicher Fahrt aufnimmt. Wie schon an den Schweizer Meisterschaften lief er auch auf der Allmend ├╝ber 100 und 200 m. ├ťber die halbe Bahnrunde, seiner Paradestrecke, auf der er 2018 EM-Bronze geholt hat, siegte er in 20,64 Sekunden vor dem S├╝dafrikaner Thando Dlodlo (20,74).

„Ich bin froh, dass es aufw├Ąrts geht“, gibt Wilson zu Protokoll. „Ich bin nicht langsam, ich brauche einfach Wettk├Ąmpfe. Dass ich in einem solchen Feld gewonnen habe, sagt alles. Ich freue mich auf die weitere Saison.“ ├ťber 100 m hatte er zuvor in 10,38 Sekunden hinter den S├╝dafrikanern Akani Simbine (10,11) und Dlodlo (10,20) den 3. Platz belegt.

F├╝r einen weiteren Schweizer Sieg zeichnete Kambundjis Schwester Ditaji ├╝ber 100 m H├╝rden verantwortlich. Die 19-J├Ąhrige setzte sich in 13,11 Sekunden vor der Irin Sarah Lavin (13,16) durch. Platz 2 belegte Lore Hoffmann ├╝ber 800 m. Mit 2:00,38 Minuten wurde die 24-J├Ąhrige einzig von der Deutschen Christina Hering (2:00,04) bezwungen.

Der deutsche Speerwerfer Johannes Vetter ├╝bertraf im siebenten Wettkampf in Folge die 90-m-Marke. Eine solche Serie war zuvor noch niemandem gelungen. Dabei warf der Weltmeister von 2017 nur dreimal – im zweiten Versuch kam er auf 92,14 m, im dritten auf 91,39. Vetter wird an den Olympischen Spielen als klarer Favorit antreten.

Ein weiteres Highlight war das Rennen ├╝ber 5000 m der M├Ąnner. Der Ugander Jakob Kiplimo entschied mit 12:55,60 Minuten das packende Duell gegen den Kenianer Daniel Simiyu (12:55,88) f├╝r sich. Julien Wanders beendete das Rennen in 13:57,61 Minuten im 14. Rang. ├ťber 400 m war der S├╝dafrikaner Wayde van Niekerk (44,87), der Olympiasieger von 2016, wie erwartet eine Klasse f├╝r sich.

(text:sda/bild:sda)