9 Februar 2021

Mitte-Präsident Pfister droht mit Referendum bei der AHV-Reform

Mitte-Präsident Gerhard Pfister hat bezĂĽglich der Reformvorlage zum Sozialwerk AHV mit dem Referendum gedroht. „So ein Abbau der Frauenrenten kommt nicht in Frage“, sagte er in einem Interview mit dem „Blick“ vom Dienstag.

„Den jetzigen Vorschlag können wir – hier sind die Signale aus unserer Basis klar – so nicht mittragen, weil er die Probleme nicht löst, sondern verschärft. Notfalls werden wir als Mitte sogar das Referendum dagegen ergreifen“, fĂĽhrte Pfister weiter aus.

Die Vorlage mĂĽsse schliesslich vor dem Volk bestehen und dies werde sie mit 400 Millionen Franken fĂĽr Kompensationsmassnahmen sicher nicht, sagte der 57-Jährige weiter. „Ich habe viele RĂĽckmeldungen gerade von Mitte-Frauen erhalten, die eine solche Abbauvorlage nicht mittragen werden. Andere lehnen ein höheres Frauenrentenalter ab, solange die Heiratsstrafe bei der AHV nicht beseitigt ist“, hiess es zudem.

„Unsere Position mit neun Ăśbergangsjahrgängen und 700 Millionen Franken ist das Minimum fĂĽr einen Kompromiss“, signalisierte der Mitte-Präsident den Verhandlungsspielraum.

Gleichzeitig rief Pfister alle Verhandlungspartner auf, sich zu bewegen. „Seit 20 Jahren haben wir keine wirkliche Reform mehr geschafft, die Blockade mĂĽssen wir durchbrechen“, erklärte er. Eine AHV-Reform mit einem grossen Schritt wie Frauenrentenalter 65 gelänge nur mit einem anständigen Ausgleich, betonte der Mitte-Politiker.

„Gerade bei den Sozialwerken ist es wichtig, dass wir aus dem Lager-Denken herausfinden und miteinander statt gegeneinander arbeiten. Wir mĂĽssen nun alle einen Schritt aufeinander zu machen“, forderte der Mitte-Präsident gegenĂĽber dem „Blick“.