19 August 2021

Mindestens 9 Schweizer Staatsangeh├Ârige aus Afghanistan ausgereist

Weitere Schweizer Staatsangeh├Ârige haben aus Afghanistan ausreisen k├Ânnen. Es geht ihnen nach Angaben des Aussendepartements den Umst├Ąnden entsprechend gut. Weitere Angaben machte die Beh├Ârde am Donnerstag „aus Gr├╝nden des Pers├Ânlichkeitsschutzes“ nicht.

Die Ausreise der Schweizerinnen und Schweizer sei in den letzten Tagen „in Zusammenarbeit mit Partnerstaaten“ erfolgt, teilte das Eidgen├Âssische Departement f├╝r ausw├Ąrtige Angelegenheiten (EDA) auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit.

Um wie viele Personen es sich handelt und auf welchem Weg sie ausgereist sind, wurde nicht kommuniziert. Das EDA stehe aber mit ihnen in Kontakt, hiess es.

Nach Angaben der Deutschen Presseagentur (DPA) vom Donnerstagabend waren auf dem ersten Flug mit einer US-Maschine nach Doha vier Schweizer, darunter nach Angaben des EDA vom Montag drei Angeh├Ârige der Direktion f├╝r Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza). Und am Mittwoch waren laut DPA f├╝nf Schweizer auf einer der Maschinen der deutschen Bundeswehr, die in die usbekische Hauptstadt Taschkent geflogen sind.

Weitere Schweizer Staatsangeh├Ârige h├Ątten sich seit Mittwochabend keine mehr gemeldet bei der Schweizer Botschaft in Pakistan, so das EDA weiter. Am Mittwoch war von 28 Personen die Rede, die noch im Land weilten.

Das Sonderkommando der Schweizer Armee in Kabul arbeite weiterhin mit Hochdruck daran, sein Lokalpersonal, die Schweizer Staatsangeh├Ârigen und Personen mit engem Bezug zur Schweiz, aus Afghanistan evakuieren zu k├Ânnen, hiess es weiter.

Im vom US-Milit├Ąr gesicherten Teil des Flughafens unterst├╝tzten die Spezialisten die Vorbereitungsarbeiten f├╝r die Evakuierung. Vor Ort stellten sie unter anderem den Kontakt mit internationalen Partnern und Organisationen sicher. Weitere Angaben machte das Aussendepartement „aus Sicherheitsgr├╝nden“ nicht.

Die deutsche Bundeswehr hat nach Angaben des Verteidigungsministeriums auf dem Nachrichtenkanal Twitter in den letzten Tagen eine Luftbr├╝cke zwischen Kabul und Taschkent eingerichtet und seither rund 900 Menschen aus 17 L├Ąndern evakuiert. Ob darunter auch Schweizer Staatsangeh├Ârige waren, wurde nicht mitgeteilt.

Der Einsatzf├╝hrer in Afghanistan schildert die Situation am Flughafen Kabul als „sehr turbulent und hoch dynamisch“. Vor Ort w├╝rden sich dramatische Szenen abspielen. Der Einsatz der Bundeswehr sei gef├Ąhrlich, liess sich Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer zitieren. „Aber wir evakuieren so lange und so viele zu Sch├╝tzende wie m├Âglich.“

(text:sda/bild:sda)