18 M├Ąrz 2021

Migranten an US-Mexiko-Grenze fordern Klarheit ├╝ber ihre Lage

Angesichts deutlich gestiegener Zahlen von Migranten an der Grenze zu den USA haben Bewohner eines Lagers auf der mexikanischen Seite eine Erkl├Ąrung der Beh├Ârden gefordert. „Wir gehen in keine Herberge, bis Klarheit dar├╝ber herrscht, wann uns die Einreise in die USA gew├Ąhrt wird“, hiess es bei einer Pressekonferenz von 15 Migranten am Mittwoch in der Grenzstadt Tijuana. Sie geh├Âren zu einer Gruppe von rund 1200 Menschen, darunter 200 Kinder, die seit Wochen am Grenz├╝bergang zur US-Stadt San Diego in einem Lager ohne Zugang zur Grundversorgung leben. Sie stammen aus Mittelamerika, Kuba, Haiti und afrikanischen L├Ąndern.

Die US-Regierung hat seit der Amts├╝bernahme von Pr├Ąsident Joe Biden am 20. Januar die Politik der Abschottung der S├╝dgrenze seines Vorg├Ąngers Donald Trump zum Teil zur├╝ckgedreht. Seither ist die Zahl der ankommenden Migranten und Fl├╝chtlinge deutlich gestiegen, darunter sind auch viele unbegleitete Minderj├Ąhrige. Ein Grossteil der Migranten fl├╝chtet vor Armut und Gewalt sowie den Folgen verheerender St├╝rme aus den mittelamerikanischen L├Ąndern Guatemala, Honduras und El Salvador.

Biden hatte am Dienstag an die Migranten appelliert: „Kommt nicht“. US-Heimatschutzminister Alejandro Mayorkas erkl├Ąrte, die Zahl der Migranten k├Ânnte auf den h├Âchsten Stand seit 20 Jahren steigen. Die meisten alleinstehenden Erwachsenen und Familien w├╝rden wieder ausgewiesen, unbegleitete Kinder aber nicht.

Nach Angaben der US-Grenzschutzbeh├Ârde CBP griffen ihre Mitarbeiter im Februar 100 441 Personen beim versuchten ├ťbertritt der Grenze mit Mexiko auf – 28 Prozent mehr als im Vormonat und fast drei Mal so viele wie im Februar vergangenen Jahres. 72 113 Migranten seien wieder zur├╝ckgeschickt worden. Die Zahl der unbegleiteten Minderj├Ąhrigen stieg nach CBP-Angaben von 3490 im Februar 2020 auf 9457 im vergangenen Monat.

(text:sda/bild:pixabay)