12 Oktober 2021

Mietwagenpreise steigen vor allem in beliebten FerienlÀndern

Mietwagen sind deutlich teurer als vor der Coronavirus-Pandemie. Schuld sind derzeit nicht nur die Herbstferien, sondern auch altbekannte Probleme der Auto-Branche.

Wer sich in den Herbstferien einen Mietwagen nimmt, muss tief in die Tasche greifen. Die Preise sind weit ĂŒber dem Niveau vor Corona, wie Auswertungen der Portale Billiger-mietwagen.de und Check24 zeigen. Als GrĂŒnde gelten die gestiegene Nachfrage, Nachwehen der Corona-Krise und der Chipmangel.

Billiger-mietwagen.de hat fĂŒr den Reisezeitraum Oktober in typischen ReiselĂ€ndern AufschlĂ€ge von rund 40 Prozent gegenĂŒber 2019 errechnet. Besonders in Spanien und Italien sind demnach Mietwagen mit AufschlĂ€gen von mehr als 80 Prozent teurer geworden. In Deutschland fĂ€llt das Plus mit gut 32 Prozent zwar geringer aber immer noch deutlich aus.

Check24 meldet sogar noch höhere AufschlĂ€ge: Hier wurde der Unterschied fĂŒr die gerade beendete Kalenderwoche 40 berechnet und betrĂ€gt gegenĂŒber 2019 satte 78 Prozent. Das Vergleichsportal sieht dabei ebenfalls besonders grosse Unterschiede in Spanien und Italien mit 151 beziehungsweise 131 Prozent Aufschlag. FĂŒr Deutschland errechnet es ein Plus von 93 Prozent bei den Preisen.

Check24 hat die aktuelle Situation zudem mit den Preisen vor vier Wochen, also ausserhalb der Herbstferien, verglichen. Hier liegt der Anstieg im Schnitt nur bei fĂŒnf Prozent, in einigen LĂ€ndern wie Italien gibt es sogar RĂŒckgĂ€nge. In Deutschland liegt das Plus bei zwölf Prozent.

Offenbar sind es also weniger die Herbstferien als ein allgemein hohes Preisniveau bei Mietwagen, das zu den Anstiegen im Vergleich zu 2019 fĂŒhrt. Auch wenn die Portale von derzeit hoher Nachfrage berichten.

In diese Richtung weist auch Sixt-Chef Alexander Sixt: “UnabhĂ€ngig von der aktuellen Herbstferienzeit nĂ€hert sich das MobilitĂ€tsverhalten der Menschen wieder der Vorkrisenzeit an”, sagt er. “Die hohe Nachfrage trifft nach wie vor auf eine Knappheit bei den verfĂŒgbaren Mietwagen.” Daher sehe man aktuell “vereinzelt ein erhöhtes Preisniveau bei Mietwagen”.

Als Ursachen fĂŒr die anhaltende Knappheit sieht Sixt einerseits das niedrige Fahrzeugangebot durch Chipkrise und reduzierte ProduktionskapazitĂ€ten. Zum anderen seien die Mietwagenflotten in der Corona-Krise verkleinert worden. Sixt allerdings hat zuletzt krĂ€ftig eingekauft und die Flotte wieder ausgebaut. Allein im zweiten Quartal habe man 70’900 Fahrzeuge eingesteuert.

(text:sda/bild:unsplash)