26 MĂ€rz 2021

Mindestens sechs Tote bei Tornados

Im SĂŒden der USA hat eine Reihe von Tornados eine Schneise der VerwĂŒstung hinterlassen und mindestens sechs Menschen das Leben gekostet. Alleine in Alabama wurden Medien zufolge am Donnerstag mehr als ein Dutzend Tornados gemeldet worden, jeweils ein weiterer in den benachbarten Bundesstaaten Mississippi und Georgia.

Das berichtete der Sender CNN unter Berufung auf den Nationalen Wetterdienst. Im stark betroffenen Bezirk Calhoun im Bundesstaat Alabama seien zudem mehrere Menschen verletzt und mehrere HÀuser beschÀdigt worden, sagte Sheriff Matthew Wade am Donnerstagabend (Ortszeit) CNN, ohne genaue Zahlen zu nennen.

Die schweren Unwetter brachten BĂ€ume zum UmstĂŒrzen und beschĂ€digten zahlreiche GebĂ€ude. In Alabama und im östlich angrenzenden Bundesstaat Georgia fiel in der Nacht zum Freitag in Tausenden Haushalten zeitweise der Strom aus, wie aus Daten der Webseite poweroutage.us hervorging. Die Gouverneurin von Alabama, Kay Ivey, verhĂ€ngte am Donnerstag wegen der gefĂ€hrlichen Unwetterfront fĂŒr 46 Bezirke den Notstand. Aufnahmen aus der Region zeigten stark beschĂ€digte HĂ€user und umgeworfene Fahrzeuge. Das volle Ausmass der SchĂ€den wollten die Behörden am Freitag bei Tageslicht ermitteln.

Drei erwachsene Mitglieder einer Familie starben am Donnerstagnachmittag in einem Haus in Ohatchee, als ein Tornado den kleinen Ort im Osten Alabamas traf, wie US-Medien unter Berufung auf Behörden berichteten. Dort und im rund 17 Kilometer entfernten Wellington seien zudem jeweils ein Mann und eine Frau in Wohnwagen ums Leben gekommen.

James Dunaway aus der ebenfalls stark betroffenen Stadt Pelham in Alabama berichtete, die Wucht des Tornados habe das Dach und die AussenwĂ€nde seines Hauses weggeblasen. Dabei zog sich der 75-JĂ€hrige einige SchĂŒrfwunden und Prellungen zu. Er und seine Frau hĂ€tten aber „grosses GlĂŒck gehabt, noch am Leben zu sein“, sagte der Anwohner der örtlichen Nachrichtenwebseite Al.com.

SpĂ€ter zog die gefĂ€hrliche Unwetterfront in östlicher Richtung nach Georgia ab. Dort meldete die rund 60 Kilometer sĂŒdwestlich von Atlanta gelegene Stadt Newnan im Bezirk Coweta in der Nacht zum Freitag schwere SchĂ€den in und um das historische Ortszentrum. Nach Angaben von Behördenvertretern kam in dem County eine Person ums Leben. Die Polizei rief Anwohner dazu auf, sich von den Strassen fernzuhalten, um die Arbeit der EinsatzkrĂ€fte nicht zu behindern.

First Lady Jill Biden sagte einen fĂŒr Freitag geplanten Besuch mit der US-Schauspielerin Jennifer Garner in Alabama ab. Ihre Gedanken seien bei all jenen, die von den Unwettern im SĂŒden betroffen seien, schrieb die Ehefrau von PrĂ€sident Joe Biden auf Twitter. „Meine Gebete gelten den trauernden Familien.“

Nach Angaben des Nationalen Wetterdiensts soll die Unwetterfront am Freitag abgeschwĂ€cht in Richtung OstkĂŒste abziehen. Die grösste Gefahr gehe dann von starken Windböen aus, aber auch einige Tornados und Hagel seien möglich.

(text:sda/bild:unsplash)