21 MĂ€rz 2021

Mehrere Lawinen im Wallis: Drei Verletzte und ein Toter

Im Wallis hat am Sonntag eine Lawine drei SkitourengĂ€nger verschĂŒttet. Eine Person befindet sich in kritischem Zustand, zwei weitere wurden verletzt. Am Samstag starb bei Veysonnaz VS ein 17-jĂ€hriger Freerider wegen eines Lawinenabgangs. Mehr GlĂŒck hatten SkitourengĂ€nger in Grindelwald BE, sie konnten sich nach einem Lawinenabgang unverletzt retten.

Am Sonntagmorgen waren zwei Gruppen mit je zwei Personen von der WildstrubelhĂŒtte mit dem Ziel Schnidejoch aufgebrochen, wie die Kantonspolizei Wallis am Sonntag mitteilte. Gegen 11.30 Uhr befanden sie sich im Gebiet des Lac de TĂ©nĂ© auf einer Höhe von rund 2500 Metern ĂŒber Meer, als sich eine Lawine löste. Drei SkitourengĂ€nger wurden dabei von den Schneemassen verschĂŒttet.

Der Begleitperson und weiteren SkitourengĂ€ngern gelang es, die VerschĂŒtteten unter der Schneedecke zu lokalisieren und zu bergen. Die drei Personen wurden mit zwei Helikoptern ins Spital Sitten eingeliefert, wie es auf Anfrage bei der Kantonspolizei Wallis hiess.

Ein 35-jĂ€hriger Schweizer mit Wohnsitz im Kanton ZĂŒrich erlitt schwere Verletzungen und befindet sich in kritischem Zustand. Eine spanische Staatsangehörige erlitt mittelschwere Verletzungen. Ein Franzose trug leichte Verletzungen davon. Beide haben den Wohnsitz in der Schweiz. Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eingeleitet.

Am Wochenende sei es wegen erheblicher Lawinengefahr zu zahlreichen LawinenabgÀngen gekommen, sagte der Polizeisprecher weiter. Alleine am Samstag seien zwölf NiedergÀnge gemeldet worden, sechs davon hÀtten EinsÀtze von Rettungshelikoptern erfordert.

Bei einem dieser NiedergĂ€nge verlor am Samstag ein 17-jĂ€hriger Freerider bei Veysonnaz sein Leben. Er wurde abseits der markierten Piste von einer Lawine verschĂŒttet. Der Skifahrer verstarb spĂ€ter im Spital. Damit sind in diesem Winter in den Schweizer Alpen bereits 21 Menschen bei LawinenunglĂŒcken ums Leben gekommen.

GlĂŒck im UnglĂŒck hatten am Sonntagvormittag vier Skifahrer und ein Snowboarder, die in Grindelwald BE von einer Lawine mitgerissen wurden. Sie konnten sich selber befreien und blieben unverletzt.

Der Zwischenfall ereignete sich am Rotstock, wie Corinne MĂŒller von der Kantonspolizei Bern auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA erklĂ€rte. Zuvor hatte „20 Minuten“ von einem Lawinenniedergang berichtet.

Nach jetzigem Kenntnisstand seien keine anderen Personen von der Lawine erfasst worden, sagte MĂŒller. Eine Nachsuche von Alpine Rettung Schweiz mit Hunden blieb jedenfalls ergebnislos.

(text:sda/bild:archiv)