18 Juli 2022

Mehrere EU-LĂ€nder fordern besseren Tierschutz bei Transporten

Deutschland und andere EU-LĂ€nder fordern kĂŒrzere Zeiten von Tiertransporten. Das geht aus einem Positionspapier hervor, das bei einem Treffen der EU-Agrarminister am Montag in BrĂŒssel vorgestellt wurde. Die Dauer von Tiertransporten soll laut der Initiative auf maximal acht Stunden begrenzt werden, sagte der deutsche Bundesagrarminister Cem Özdemir. “Wir haben da zum Teil skandalöse Bilder, die unsere Bevölkerung zu Recht empören”, so der GrĂŒnen-Politiker. Tiere seien fĂŒhlende Lebewesen. “Die Bilder von toten und verletzten Tieren sind unertrĂ€glich.”

Die fĂŒr den Tierschutz zustĂ€ndigen Ministerinnen und Minister in Belgien, DĂ€nemark, Deutschland, den Niederlanden und Schweden fordern, mehrere Tierschutzvorschriften der EU zu ĂŒberarbeiten. Dies beinhaltet etwa, eine konkretere Berechnung der TierplĂ€tze in Transportern sowie einen besseren Tierschutz von KĂ€lbern, die noch auf Muttermilch angewiesen sind, vorzunehmen. Zudem sollen bestimmte Transporte ganz verboten werden. Wie dies konkret ausgestattet werde, mĂŒsse aber noch genauer analysiert werden, heisst es in dem Positionspapier.

Bisher sind Tiertransporte zum Beispiel mit Schweinen in speziell ausgerĂŒsteten Fahrzeugen maximal 24 Stunden lang erlaubt, sofern sie stĂ€ndig Zugang zu Wasser haben. FĂŒr Rinder, Schafe und Ziegen sind höchstens 28 Stunden Fahrt mit einer Stunde TrĂ€nkepause vorgesehen.

(text:sda/bild:sda)