31 Dezember 2021

Marcel Dettling soll Wahlkampfleiter der SVP werden

Der Schwyzer SVP-Nationalrat Marcel Dettling (40) soll die SVP in die Eidgen├Âssischen Wahlen 2023 f├╝hren. Der Wahlkampfleiter der gr├Âssten Schweizer Partei d├╝rfte die Migration von Asylbewerbern aus Afrika und die Sozialhilfe ins Zentrum der Kampagne r├╝cken.

Der SVP-Parteipr├Ąsident Marco Chiesa, Fraktionschef Thomas Aeschi und die Parteileitungsgremien h├Ątten ihn wegen der Wahlkampfleitung angefragt, sagte Dettling in einem Interview mit den CH-Media-Zeitungen. Die Aufgabe des Wahlkampfleiters sei zeitlich begrenzt. Das passe vom Betrieb und von der Familie her f├╝r ihn.

Es sei f├╝r ihn eine Bedingung gewesen, ein schlagkr├Ąftiges Team zu haben. Die SVP habe Gebietsverantwortliche bestimmt: f├╝r die Ostschweiz Nationalrat Manuel Strupler (TG), f├╝r die Region Basel, Bern, Aargau und Solothurn Nationalr├Ątin Sandra Sollberger (BL) und f├╝r die Westschweiz sowie das Tessin St├Ąnderat Marco Chiesa (TI).

Er selbst sei f├╝r de Regionen Zentralschweiz und Z├╝rich zust├Ąndig. Es sei noch zu fr├╝h, um die Hauptthemen im Wahlkampf zu benennen. Die Bereiche Migration und Sozialhilfe d├╝rften die Schweiz aber in den n├Ąchsten Jahren sehr stark besch├Ąftigen, sagte Dettling. Es gebe Ausl├Ąndergruppen mit einer Sozialhilfequote von ├╝ber 80 Prozent.

Vor allem die Zahl afrikanischer Sozialhilfebez├╝ger sei in den letzten zehn Jahren massiv um 130 Prozent gestiegen. Das sei eine unglaublich hohe Zahl und die Kosten gingen in die Milliarden. Die Gemeinden st├╝nden vor gewaltigen Herausforderungen. Es drohe die Gefahr, dass die Sozialwerke ausgeh├Âhlt w├╝rden.

Es frage sich, ob das Asylwesen noch dem Urgedanken des humanit├Ąren Asyls entspreche oder ob es um die Einwanderung in die Sozialwerke gehe. Die Schweiz schaffe kaum Asylbewerber zur├╝ck, selbst wenn sie kein Aufenthaltsrecht erhielten. Das heutige Asylsystem sei nicht zukunftsf├Ąhig.

(text:sda/bild:sda)