18 April 2023

Laut Credit Suisse keine Konten von Nazis in Argentinien bei SKA

Die Credit Suisse (CS) hat in einer Liste von 12’000 Nazis in Argentinien keine namhafte Zahl von Konto-Inhabern bei der Vorg├Ąngerbank SKA w├Ąhrend der 1930er Jahre entdeckt. Dies hatte das j├╝dische Simon-Wiesenthal-Center in Los Angeles im M├Ąrz 2020 behauptet.

Die Credit Suisse hatte als Reaktion auf die Vorw├╝rfe selbst eine Untersuchung angek├╝ndigt, die nun abgeschlossen ist, wie die Bank am Dienstagabend mitteilte.

Von der CS eingesetzte Ermittler h├Ątten nach zweij├Ąhriger Suche keine Beweise gefunden, dass viele Personen auf dieser Liste Konten bei der Schweizerischen Kreditanstalt (SKA) gehabt h├Ątten, ebenso wenig, dass acht seit langem geschlossene Konten, die in diesem Zeitraum (1933-45) identifiziert wurden, Verm├Âgenswerte von Holocaust-Opfern enthalten h├Ątten, hiess es weiter.

In Argentinien war eine Liste mit den Namen von 12’000 Nationalsozialisten und Nazi-Regime-Sympathisanten aufgetaucht, die ab den 1930er Jahren in dem s├╝damerikanischen Land gelebt haben sollen. Ein argentinischer Ermittler war in Buenos Aires auf die Liste mit Sympathisanten des Hitler-Regimes gestossen.

Das Simon Wiesenthal Center behauptete, eine Grosszahl dieser Nazi-Sympathisanten habe Geld auf eines oder mehrere Konten bei der SKA eingezahlt. Darunter habe sich auch Geld von j├╝dischen Opfern befunden. Viele der Menschen auf der Liste hatten nach Einsch├Ątzung des Simon Wiesenthal Centers Kontakt zu Unternehmen mit Verbindungen zum Nazi-Regime.

(text:sda/bild:sda)