22 Juni 2021

Kroatien löst Achtelfinal-Ticket dank Modric

Luka Modric zum Dank, der WM-Zweite von 2018 lebt. Kroatien h√§lt sich im letzten Gruppenspiel in der Gruppe D gegen Schottland dank einem 3:1 im Turnier und damit viel √Ąrger in der Heimat vom Hals.

Nach einer guten Stunde hartem Kampf zog Kroatien seinen Joker. Mateo Kovacic legte den Ball an der Strafraumgrenze auf Luka Modric zur√ľck, seinen fr√ľheren Teamkollegen bei Real Madrid und Captain des Nationalteams, mehr brauchte es nicht. Der 35-j√§hrige Routinier bewies sich und seinen Landleuten, die zuletzt nicht mit Kritik zur√ľckgehalten hatten, wie sehr dieses kroatische Team noch immer von ihm abh√§ngt. Aus 16 Metern drehte Modric den Ball mit dem Aussenrist unhaltbar ins Lattenkreuz. Es war die verdiente Pointe einer Partie, die zuvor kaum Regeln befolgte.

Die Tore in der ersten Halbzeit hatten der eigentlichen Logik des Spiels entbehrt. Die Kroaten sahen in der ersten Viertelstunde viel zu oft aus, wie sie es an dieser EM schon gegen England und Tschechien getan hatten. Es schien, als h√§tte Dalic elf technisch teils hochbegabte Einzelk√§mpfer auf den Platz gestellt, ohne ihnen mitgeteilt zu haben, wer an ihrer Seite spielt. So brauchten die „Karierten“ das 1:0 durch Nikola Vlasic, um endlich auch ein Muster auf den Rasen zu bringen.

Mit der F√ľhrung im R√ľcken bewegte sich der Favorit geschlossener, spielte vertikaler und die P√§sse fanden pl√∂tzlich Abnehmer. Schottland dagegen r√ľckte weiter zur√ľck, als erobere der Gast im Hampden Park mit jeder Minute ein St√ľck mehr des Platzes. Vier Minuten vor der Pause schw√§rmten die Bravehearts doch noch einmal aus, nachdem sie zuvor alle in der eigenen H√§lfte gek√§mpft hatten, Vida kl√§rte eine Flanke nicht gen√ľgend, direkt in die F√ľsse von Callum McGregor, der aus 17 Metern zum 1:1 traf.

Erst Modrics Kunstschuss brachte die Verhältnisse auf dem Platz mit dem Resultat in Einklang. Und weil Ivan Perisic zehn Minuten vor Schluss Рnach Cornerflanke von Modric Рnoch zum 3:1 traf, ging die Gruppenphase in Gruppe D so zu Ende, wie dies vor der EM viele erwartet hatten: Mit England und Kroatien auf den ersten beiden Plätzen.

(text:sda/bild:unsplash)