8 Dezember 2021

Krise um Chinas Immobilienkonzerne weitet sich aus

Nach dem hoch verschuldeten Konzern Evergrande geraten weitere chinesische Immobilienunternehmen in Schwierigkeiten. Wegen Sorgen um die Zahlungsf├Ąhigkeit wurden die Aktien der Kaisa Group Holdings am Mittwoch an der Hongkonger Aktienb├Ârse ausgesetzt.

Das Unternehmen, das auf Platz 27 der Immobilienentwickler steht, muss Anleihen in H├Âhe von 400 Millionen US-Dollar zur├╝ckzahlen.

Eine Gruppe von Anleiheinhabern habe Kaisa einen Vorschlag zur Stundung gemacht, doch sei das Ergebnis noch offen, berichtete die Finanzagentur Bloomberg unter Hinweis auf informierte Personen. Der Aktienkurs des Unternehmens hat in diesem Jahr um 75 Prozent an Wert verloren. Am Wochenende hatte die chinesische Zentralbank noch beteuert, dass Evergrande ein „Einzelfall“ sei.

Dabei haben auch andere Immobilienentwickler schon gewarnt, dass sie nicht in der Lage sein k├Ânnten, Verpflichtungen nachzukommen. ├ähnlich wie Evergrande teilte China Aoyuan Group vergangene Woche mit, es gebe wegen Liquidit├Ątsproblemen keine Garantie, dass bestimmte Zahlungen gemacht werden k├Ânnten. Die Aoyuan-Gruppe steht auf Platz 35 der chinesischen Immobilienkonzerne. Da die Kreditw├╝rdigkeit herabgestuft wurde, verlangen immer mehr Gl├Ąubiger ihr Geld zur├╝ck.

Das versch├Ąrfte Vorgehen der Regierung gegen die hohe Verschuldung von Immobilienunternehmen hat die Branche zunehmend in Schwierigkeiten gebracht. Evergrande ist mit mehr als 300 Milliarden US-Dollar verschuldet. Die Beh├Ârden der S├╝dprovinz Guangdong haben am Wochenende eine Arbeitsgruppe in das Unternehmen entsandt. M├Âglich ist eine Umstrukturierung der Kreditlasten.

(text:sda/bild:pexels)