3 Januar 2022

Kenianischer PalÀanthropologe Leakey mit 77 Jahren gestorben

Der weltbekannte kenianische Anthropologe und NaturschĂŒtzer Richard Leakey ist im Alter von 77 Jahren gestorben. Dies teilte Kenias PrĂ€sident Uhuru Kenyatta mit. Der Tod Leakeys am Sonntag erfĂŒlle ihn mit tiefer Trauer, hiess es in einer Mitteilung des PrĂ€sidenten. In seinen zahlreichen Funktionen habe Leakey Kenia „hervorragende Dienste geleistet“. Eine Todesursache war zunĂ€chst nicht bekannt.

Auf den PalĂ€anthropologen gehen umfangreiche Fossilienfunde zurĂŒck, die fĂŒr die Erforschung der menschlichen Evolution bedeutend waren. „Er war ein VisionĂ€r, dessen grossartige BeitrĂ€ge zu den UrsprĂŒngen des Menschen und zur Erhaltung der Tierwelt nie in Vergessenheit geraten werden“, teilte die Leakey Foundation auf Twitter mit. „Seine Fossiliensuche trug dazu bei, die Geschichte der menschlichen Evolution in Afrika zu veranschaulichen, insbesondere durch die Entdeckung eines fast vollstĂ€ndigen 1,6 Millionen Jahre alten Skeletts eines jugendlichen Homo Erectus“, heisst es in der Biografie der Royal Society, deren Mitglied er war.

Der 1944 in Nairobi geborene Leakey gehörte zu einer Familie bedeutender PalĂ€anthropologen. Nachdem er 1993 bei einem Flugzeugabsturz beide Beine verloren hatte, engagierte er sich in der kenianischen Politik, unter anderem als Leiter des öffentlichen Dienstes. Leakey fĂŒhrte zeitweise auch die kenianische Nationalparkbehörde KWS und kĂ€mpfte gegen Wilderei.

(text:sda/bild:keystone)