26 MĂ€rz 2021

Swissmedic: Keine TodesfÀlle wegen Impfung

Das Heilmittelinstitut Swissmedic hat bisher 862 Meldungen von vermuteten unerwĂŒnschten Nebenwirkungen nach einer Corona-Impfung erhalten. Das entspricht einem Fall auf 1000 verabreichte Impfdosen. Hinweise auf neue „Sicherheitsprobleme“ gab es keine.

30,5 Prozent der Meldungen ĂŒber Nebenwirkungen oder 263 FĂ€lle wurden als schwerwiegend eingestuft, wie Swissmedic am Freitagmorgen mitteilte. Die hĂ€ufigsten Reaktionen waren dabei Fieber, Luftnot, Überempfindlichkeit, Infektion mit einer Covid-19-Erkrankung, Erbrechen, Schwindel, Kopfschmerzen und Herpes Zoster.

Einige der Patientinnen mussten zwar im Spital behandelt werden. In den meisten FÀllen seien die Personen nicht gefÀhrdet gewesen. Ihr Durchschnittsalter lag bei 70,6 Jahren.

Den grössten Teil der Nebenwirkungen erachtete Swissmedic als „nicht schwerwiegend“ (69,5 Prozent). In 70 FĂ€llen kam es explizit nach der zweiten Impfdosis zu Reaktionen.

Die Betroffenen waren im Durchschnitt 64,4 Jahre alt, 42,7 Prozent waren ĂŒber 75-jĂ€hrig. In zwei Drittel der FĂ€lle (67,9 Prozent) handelte es sich um Frauen, die unter den Nebenwirkungen zu leiden hatten.

37 Personen starben „in unterschiedlichem zeitlichen Abstand zur Impfung“. Diese FĂ€lle seien „besonders sorgfĂ€ltig analysiert“ worden, hiess es. Bei diesen Patienten lag das Durchschnittsalter bei 83,8 Jahren und sie litten mehrheitlich unter Vorerkrankungen.

Es gebe auch weiterhin keine Hinweise, dass die Impfung die Ursache fĂŒr den Todesfall gewesen sei. „Nach jetzigen Kenntnisstand“ hĂ€tten „unabhĂ€ngig von den Impfungen auftretende Erkrankungen“ zum Tod gefĂŒhrt.

460 Meldungen gingen nach einer Impfung mit dem Vakzin von Pfizer/Biontech ein, 393 nach einer Moderna-Impfung. Bei 9 FĂ€llen wurde der Impfstoff nicht angegeben. FĂŒr Swissmedic Ă€ndere sich durch die gemeldeten Nebenwirkungen nichts am positiven Nutzen-Risiko-Profil der Profil der Corona-Impfungen.

Swissmedic betont, dass die bekannten, nicht schwerwiegenden Nebenwirkungen nicht gemeldet werden mĂŒssen. Dazu gehören zeitweilige Schmerzen und Schwellungen an der Injektionsstelle, MĂŒdigkeit, SchĂŒttelfrost, Fieber, Kopf- sowie Muskel- und Gelenkschmerzen.