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Kanton: Umsetzung der Energiestrategie stockt

Die Bernerinnen und Berner nutzen fürs Heizen noch zu wenig erneuerbare Energien. Das möchte der Kanton ändern: Die CO2-Reduktion im Gebäudebereich und bei der Mobilität soll durch Fördern und Fordern vorangetrieben werden.

Insgesamt 24 neue Massnahmen schlägt der Regierungsrat vor, um in den kommenden vier Jahren bessere Rahmenbedingungen für die Energienutzung, die Wärmeerzeugung, die Mobilität und die Stromerzeugung zu schaffen. 19 bisherige Massnahmen sollen weitergeführt und teilweise angepasst werden.

Der Kanton Bern verfügt über eine Energiestrategie, die jeweils die Marschrichtung für die kommenden Jahre vorgibt. Alle vier Jahre wird die Umsetzung der Massnahmen überprüft und justiert. In seinem Bericht über die Jahre 2015 bis 2019 zieht der Regierungsrat eine durchzogene Bilanz. Das Parlament wird den Bericht voraussichtlich in der Wintersession 2020 behandeln. Lichtblicke gab es bei der Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie und bei der Entwicklung der Elektromobilität. Sorgenkind ist der Wärmesektor, wo die Ziele bisher klar verfehlt wurden. Noch immer werden aus Sicht der Kantonsregierung zu wenige Gebäudehüllen saniert, und auch der Ersatz fossiler Heizungen geht nicht in gewünschtem Tempo voran. «Hier braucht es nun grosse Anstrengungen», mahnt der Regierungsrat in seiner Mitteilung.

Kern der verstärkten Anstrengungen soll eine neue Energie- und Klimadatenplattform sein. Sie soll eine bessere Abstimmung von Energieproduktion, Speicherung und Nutzung über die Bereiche Strom, Wärme und Mobilität hinweg ermöglichen. Damit die Ziele der Energiestrategie 2006 erreicht werden können, braucht es nach Ansicht der Regierung einen neuen Anlauf für die Revision des kantonalen Energiegesetzes. Dieses soll das nationale CO2-Gesetz ergänzen, das noch im eidgenössischen Parlament beraten wird. Die CO2-Reduktionen im Gebäudebereich und bei der Mobilität sollen durch Fördern und Fordern beschleunigt werden. Bei der Stromproduktion liegt der Schwerpunkt vermehrt bei Anreizen für die Winterproduktion und der Energiespeicherung.

Der Regierungsrat strebt als Fernziel die 2000-Watt-Gesellschaft an. In einem ersten Schritt soll der Energieverbrauch bis 2035 von 6000 Watt auf 4000 Watt pro Person sinken. Dieses Ziel will der Regierungsrat mit Energieeffizienz und erneuerbaren Energien erreichen. (sda)