13 August 2021

Kanton: Tests in Schulen werden 3 Wochen lang fortgefĂĽhrt

Nach einem herausfordernden – durch die Coronapandemie geprägten – Schuljahr blickt die Bildungs- und Kulturdirektion vorsichtig positiv in die Zukunft. Die Aufhebung der Maskentragpflicht macht das Unterrichten und das Lernen angenehmer. Mit den bis drei Wochen nach den Sommerferien fortlaufenden breiten Tests an den Schulen lässt sich die Entwicklung der Fallzahlen genau beobachten, und die Bildungs- und Kulturdirektion (BKD) steht in engem Kontakt mit den Gesundheitsbehörden.

Auf das am 20. September beginnende Herbstsemester hin werden die drei Berner Hochschulen (Universität, Berner Fachhochschule und Pädagogische Hochschule Bern) nach fast einem Jahr mit vorwiegend Distanzlehre vermehrt wieder auf Präsenzunterricht umstellen. Es ist der BKD wichtig, die Bildungschancen der Studierenden auch während der Pandemie zu sichern. Deshalb hat die BKD letztes Jahr sehr rasch befristete Anpassungen der Studien- und Prüfungsreglemente der Hochschulen genehmigt. In Absprache mit den Hochschulen wird die BKD diese Bestimmungen so lange verlängern, wie es nötig ist.

Im vergangenen Schuljahr hatte die Coronapandemie grosse Auswirkungen auf den Schulbetrieb, die Schülerinnen und Schüler, das Schulpersonal und die Behörden. Dank der getroffenen Massnahmen und dem grossen Einsatz des Schulpersonals konnte der Präsenzunterricht weitestgehend aufrechterhalten werden. Am 27. Oktober 2020 ist die Maskentragpflicht eingeführt worden, die ab dem 10. Februar auch für die Schülerinnen und Schüler ab der 5. Klasse gegolten hat. Die Masken mussten innen und aussen und auch während des Unterrichts getragen werden. Auf Ende Juni hin konnte die Maskentragpflicht aufgehoben werden. Auch der Start ins neue Schuljahr kann ohne Maskenpflicht erfolgen. Dies sei sehr wichtig und gebe den Lernenden aber auch den Lehrpersonen ein Stück Normalität, wie Christine Häsler, Bildungs- und Kulturdirektorin, gegenüber Radio BeO erklärt.

Mit bis zu 100’000 Tests pro Woche machen seit anfangs Mai viele SchĂĽlerinnen und SchĂĽler sowie das Schulpersonal bei den freiwilligen Tests an den Schulen mit. Die stabil tiefen Fallzahlen haben gezeigt, dass es im FrĂĽhling und im FrĂĽhsommer dieses Jahres nur wenige asymptomatische Fälle an den Berner Schulen gab. Das Entdecken von asymptomatischen Fällen und das frĂĽhe Unterbrechen von Ansteckungsketten durch die breiten Tests hat sich bewährt. Parallel dazu erhielt das Schulpersonal im Mai die Möglichkeit, sich prioritär impfen zu lassen. Rund 10’000 Personen nutzten dieses Angebot und trugen somit einen wichtigen Teil zu den ab Juni folgenden Lockerungsschritten bei. Die BKD empfiehlt die Impfung weiterhin allen Personen, die sich impfen lassen können, dies aber noch nicht gemacht haben.

Neben der Coronapandemie war auch die Suche bei der Anstellung von Lehrpersonal herausfordernder als in den Vorjahren. Dies ist insbesondere auf die anhaltende Pensionierungswelle und die gestiegenen Schülerinnen- und Schülerzahlen zurückzuführen. Vor den Sommerferien waren rund 200 Stellen unbesetzt. Auf den Schulstart hin konnten jedoch alle Stellen mit Klassenlehrerfunktion besetzt werden – dank mehrerer Massnahmen.

Die Gesamtzahl der Kinder und Jugendlichen an den öffentlichen Kindergärten und Volksschulen des Kantons Bern ist im neuen Schuljahr im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Rund 107’800 Schülerinnen und Schüler (Schuljahr 2020/21 107’000) gehen im Schuljahr 2021/2022 zur Schule. Diese verteilen sich auf 455 Schulen mit insgesamt 1132 Schulstandorten.

(text:pd&chl/bild:chl)