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Kanton: Politische Bildung von Jugendlichen durch Zeitungsabos fördern

Die redaktionellen Medien – besonders im Printbereich – sind stark unter Druck. Immer weniger Abonnent*innen, weniger Werbeeinnahmen, weniger verkaufte Auflagen. Nachweislich lesen auch jüngere Menschen weniger Zeitung. Dem soll nun Abhilfe geschaffen werden. Eine Gruppe von Grossräten will dem Regierungsrat den Prüfungsauftrag einer Idee erteilen, mit dem quasi zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden.

Konkret soll Jugendlichen, die das 18. Lebensjahr erreichen, ein einmaliger Gutschein für ein Abonnoment einer lokalen oder regionalen Zeitung, sowohl online und/oder print, abgegeben werden. Dadurch sollend die Jugendlichen zum Zeitungslesen animiert und so ihre politische Bildung und ihre Medienkompetenz gefördert werden. Gleichzeitig würden auch die regionalen und lokalen Printmedien profitieren. Eine indirekte Medienförderung also. Die Kosten von rund 200.- Franken pro Abo sollen sich die Gemeinde und der Kanton teilen, die Abgabe solcher Gutscheine für die Gemeinden aber freiwillig sein, erklärt der Mit-Postulant, Grossrat Kurt Zimmermann (SVP, Frutigen).

Der Regierungsrat zeigt sich in seiner Antwort angetan: Auch er sei alarmiert über den Abbou von lokalen Redaktionen im Kanton Bern, denn eine qualitativ hochstehende, lokale Berichterstattung sei auch für die freie Meinungsbildung und die Ausübung der politischen Rechte essentiell. Die Idee, die Medienförderung mit der Förderung der politischen Bildung und der Medienkompetenz der Jugendlichen zu verbinden, erachtet der Regierungsrat als interessanten Ansatz, den es zu vertiefen lohnt. Er empfiehlt dem Grossen Rat darum, dem Postulat zuzustimmen. bei einer Annahme würde die Regierung diese Idee gerne im Rahmen der Revision des Informationsgesetzes prüfen.