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Kanton: Kürzungen in Asylsozialhilfe stösst sauer auf

«Unverantwortbar», «einseitig», «kontraproduktiv»: Die Pläne der kantonalen Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion zur Kürzung der Sozialhilfe für vorläufig aufgenommene Flüchtlinge stossen auf teilweise scharfe Kritik. Das zeigt ein Blick auf die Vernehmlassungsantworten, welche zu den geplanten Änderungen vorliegen. Konkret geht es um eine Revision der Verordnung über die Sozialhilfe im Asyl- und Flüchtlingsbereich und um eine Änderung der Verordnung über die öffentliche Sozialhilfe (SHV). Zu reden geben vor allem neue Regeln für die sogenannt vorläufig Aufgenommenen. Eine solche Einzelperson soll künftig nicht mehr 977 Franken Grundbedarf pro Monat erhalten, sondern neu pro Monat 382 Franken. Die Grünen Kanton Bern sprechen von «unverhältnismässigen» Kürzungen, die SP fragt sich, ob mit 382 Franken noch ein menschenwürdiges Leben möglich sei, die EVP spricht von unverständlich tiefen Leistungen. Der Berufsverband Soziale Arbeit Schweiz, Region Bern und Wallis, bezeichnet die 382 Franken als «nicht existenzsichernd». Die BDP des Kantons Bern unterstützt hingegen die Vorlage grundsätzlich. Das gilt auch für die Grünliberalen. SVP, EDU und FDP Kanton Bern haben noch keine Stellungnahmen veröffentlicht.