23 November 2021

Kanton Bern will von Massentests an Schulen nichts wissen

F├╝r die Berner Schulen ist es keine einfache Zeit: Die Coronafallzahlen steigen, das Virus zirkuliert auch besonders bei Kindern und Jugendlichen. Maskenpflicht oder regelm├Ąssige Tests, wie es das Bundesamt f├╝r Gesundheit empfiehlt, gibt es kaum. Eltern fordern h├Ąrtere Schutzmassnahmen, anderen sind selbst die wenigen, die im Kanton Bern noch gelten zu viel.

Bei einem Punkt sind sich die meisten aber einig: Die Schulen sollen offen bleiben. Das ist auch dem Verein Schule & Elternhaus Kanton Bern wichtig. Gleichzeitig sollen aber auch die Sch├╝ler:innen vor einer Durchseuchung gesch├╝tzt werden. Deshalb fordert der Verein die Wiedereinf├╝hrung der Massentests und damit die Abkehr von der vom Kanton gefahrenen Ausbruchsteststrategie.

Der Kanton Bern winkt ab, Massentests w├╝rden zur Zeit wenig Sinn machen, erkl├Ąrt Gundekar Giebel von der Berner Gesundheitsdirektion gegen├╝ber Radio BeO. Das Virus sei bereits ├╝berall, man wisse nicht wann und wo es ausbricht. Massentests w├Ąren ohnehin nur dann sinnvoll, wenn man sie obligatorisch machen k├Ânne, was bei vorsorglichen Tests nicht m├Âglich sei, bei verordneten Ausbruchtests aber schon. Dazu komme, dass die Teilnahme unter den Sch├╝lerinnen und Sch├╝lern zuletzt bei noch gerade mal ├╝ber 50 Prozent lag. So sei man auf einem Auge blind. Weiter verweist Giebel auf den Kanton Graub├╝nden, der trotz Massentests ebenfalls Ausbr├╝che habe und auf die Waadt, welche gar nicht testet. Mit einem Systemwechsel des Berner Testregimes ist in absehbarer Zeit also nicht zu rechnen.

(text:cs/bild:unsplash)