26 Februar 2021

Kanton Bern hat 20’000 weitere Impfdosen erhalten

Die Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion (GSI) hat heute ĂŒber den aktuellen Stand rund ums Tracen, Testen und Impfen informiert. Dabei gab sie bekannt, dass heute weitere 20 000 Impftermine aufgeschaltet werden können. Mit der fĂŒr die erste MĂ€rzhĂ€lfte angekĂŒndigten Lieferung können nochmals Impftermine vergeben und zudem die Gruppe B zur Impfung zugelassen werden. Um eine breite Testung durchfĂŒhren zu können, treibt die GSI den Einsatz von Speichel-PCR-Schnelltests voran. Das Testzentrum Bernexpo stellt in der zweiten MĂ€rzwoche auf diese Tests um

Ende dieses Monats ist es ein Jahr her, seit der erste Coronafall im Kanton Bern bestĂ€tigt wurde. Seit gestern vermeldet der Kanton Bern 112 Neuansteckungen. 73 Personen befinden sich im Spital, 1 Person ist verstorben. Es wurden 1866 Tests durgefĂŒhrt. Die PositivitĂ€tsrate liegt im Schnitt der letzten Tage bei rund 5%. Die Zahlen bewegen sich nun schon seit einigen Wochen nach unten, wobei die Ansteckungen mit den mutierten Virusvarianten weiterhin sehr genau beobachtet werden mĂŒssen. Die Strategie des Kantons besteht weiterhin darin, schon bei ersten Anzeichen einer möglichen Verbreitung der mutierten Virusvarianten, mit breiten Massnahmen zu agieren und nötigenfalls auch indirekte Kontaktpersonen in QuarantĂ€ne zu setzen.

«Die QualitĂ€t des Contact Tracings im Kanton Bern ist gut», unterstrich Raphael Ben Nescher, Chef des Corona-Sonderstabs, am Point de presse. Im kantonalen Contact-Tracing-Team arbeiten momentan 200 Personen. Um Spitzen zu brechen, arbeitet das Contact Tracing mit einem externen Partner zusammen und kann somit die KapazitĂ€t sehr rasch erweitern. Je nach Bedarf stehen auch Mitarbeitende der Kantonspolizei zur VerfĂŒgung. Die Varianten-FĂ€lle verursachen bei der AbklĂ€rung der Ansteckungsketten fĂŒnf bis zehn Mal mehr Aufwand als die herkömmlichen CoronafĂ€lle, da Nachforschungen bis zu den Kontaktpersonen zweiten Grades unternommen werden.

Beim Impfen ist der Kanton nach wie vor solid unterwegs. Bis Ende dieser Woche werden alle impfwilligen Bewohnerinnen und Bewohner von Alters- und Pflegeheimen mindestens ein erstes Mal geimpft worden sein. Weiter sind soeben Impfstofflieferungen eingetroffen. Deshalb kann der Kanton Bern heute weitere 20 000 Termine fĂŒr eine Erst- und eine Zweitimpfung vergeben und damit 10 000 Personen zusĂ€tzlich zur Impfung zulassen. In der ersten MĂ€rzhĂ€lfte können nach aktueller Planung abermals Termine aufgeschaltet werden; zudem soll dann die Impfgruppe B zur Impfung zugelassen werden. Der Kanton Bern bereitet sich ebenfalls darauf vor, die HausĂ€rzte und Apotheker in der nĂ€chsten Phase der Umsetzung der Impfstrategie einzubinden. Somit werden zusĂ€tzliche Impforte geöffnet, sobald genĂŒgend Impfstoff zur VerfĂŒgung steht.