2 Februar 2021

Kanton Bern gibt Impfdosen ab

GemĂ€ss der Impfempfehlung des Bundesamtes fĂŒr Gesundheit (BAG) und der Eidgenössischen Kommission fĂŒr Impffragen (EKIF) umfasst das Impfschema fĂŒr den Impfstoff von Pfizer/BioNTech zwei Impfdosen pro Person im Abstand von mindestens drei bis maximal sechs Wochen. Die Kantone Appenzell Ausserrhoden, Glarus, Nidwalden, Obwalden, Schaffhausen, Solothurn, Tessin und Zug sahen sich aufgrund von Lieferverzögerungen mit einem Mangel an Impfdosen konfrontiert, der die rechtzeitige DurchfĂŒhrung von Zweitimpfungen gefĂ€hrdete.

Unter Vermittlung des BAG konnte nun ein Abtausch organisiert werden. Die Kantone Bern und Luzern treten kurzfristig einen Teil der ihnen zustehenden Impfdosen ab. Auch der Kanton Freiburg hat Dosen angeboten, der Bedarf kann aber mit den beiden genannten Kantonen gedeckt werden. Diese erhalten dafĂŒr zu einem spĂ€teren Zeitpunkt zusĂ€tzliche Impfdosen. Die Gesamtmenge der Impfdosen pro Kanton bleibt folglich unverĂ€ndert. Auch neben diesem Abtausch helfen sich die Kantone untereinander bei Bedarf aus. Das BAG hat gegenĂŒber den Kantonen noch einmal unterstrichen, dass eine «dynamische Verteilung» nicht zur Debatte steht. Die Impfgeschwindigkeit in den Kantonen hat also keinen Einfluss auf die Kontingente. Letztere richten sich weiterhin nach der Bevölkerungszahl sowie nach dem Bevölkerungsanteil der Zielgruppen.

Die Planung der Impfungen ist grundsĂ€tzlich Sache der Kantone. Das BAG hat seine Empfehlung diese Woche prĂ€zisiert. Den Kantonen wird eine physische Reservation der zweiten Dosis nahegelegt. Sie sollen von den gelieferten Dosen also stets die Dosen fĂŒr die Zweitimpfung zurĂŒckstellen. (MM GDK)