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Kandersteg: Überschwemmungen nach Gewitter – 5 Personen leicht verletzt

Heftige Gewitter zogen gestern Nacht über das Berner Oberland. Dabei gingen im ganzen Kanton Bern bei der Kantonspolizei gegen 100 Meldungen ein, fünf davon aus dem Berner Oberland. Vier aus Kandersteg und einer aus Steffisburg. In Kandersteg kam es zu Überschwemmungen im Bereich des Campingplatzes. Fünf Personen wurden leicht verletzt und mussten ins Spital.

Am Sonntag, kurz nach 23.00 Uhr, wurde die Kantonspolizei Bern informiert, dass es in Kandersteg im Bereich «Zilfuri» zu einem Murgang gekommen sei und der Sulgraben und das Zilfuribächli über die Ufer treten. Infolgedessen kam es zu Überschwemmungen in den nahegelegenen Wohnquartieren sowie im Bereich des Campingplatzes. Unter anderem brachen grosse Wassermassen in ein Haus im Bereich «Achere» ein, in dem sich vier Personen befanden. Die vier Erwachsenen, drei Männer und eine Frau, konnten das überflutete Gebäude verlassen. Sie zogen sich im Zuge der Ereignisse leichte Verletzungen zu und wurden in Spitalpflege gebracht. Weiter wurde ein Mann leicht verletzt, als er in einem Haus im Bereich «Zilfuri» die Fenster im Keller schliessen wollte und schliesslich Wasser eindrang. Er sowie vier weitere, unverletzte Personen mussten per Rettungshelikopter von der Örtlichkeit ausgeflogen werden. Der leichtverletzte Mann wurde daraufhin ebenfalls ins Spital gebracht. Die fünf Verletzten konnten alle das Spital in der Zwischenzeit wieder verlassen. Darüber hinaus musste noch in der Nacht ein Teil des Campingplatzes evakuiert beziehungswiese Campierende umplatziert werden. Im Einsatz standen unter anderem diverse Mitarbeitende der Gemeinde, zahlreiche Feuerwehrangehörige, Einsatzkräfte der Alpinen Rettung Schweiz und der Rega sowie Rettungskräfte der Sanität und Mitarbeitende der Kantonspolizei Bern. Die Arbeiten vor Ort sind nach wie vor im Gang und werden voraussichtlich noch mehrere Tage andauern.

Aus Bowil ging um etwa 22.45 Uhr die Meldung ein, dass bei Bächlen mehrere Kühe verstorben seien. Gemäss aktuellen Erkenntnissen hatten die Tiere unter einem Baum Schutz vor dem Gewitter gesucht, als schliesslich ein Blitz einschlug. Insgesamt kamen knapp 20 Kühe sowie Kälber zu Tode.

Bei den regionalen Einsatzzentralen der Kantonspolizei Bern gingen zwischen Sonntag, 16. August 2020, ca. 22.00 Uhr, und Montag, 17. August 2020, ca. 9.30 Uhr, gegen 100 Meldungen ein. Die meisten davon betrafen den Grossraum Münchenbuchsee und Jegenstorf. Aus diesen Gebieten wurden insbesondere Wassereinbrüche in Gebäude gemeldet. Vielerorts standen entsprechend die regionalen Feuerwehren im Einsatz. (Kantonspolizei Bern/BeO)