22 April 2022

Johnny Depp im Kreuzverh├Âr – Vorwurf von Drogenmissbrauch und Gewalt

Hollywood-Star Johnny Depp hat im Kreuzverh├Âr mit den Anw├Ąlten seiner Ex-Frau Amber Heard fr├╝here SMS-Nachrichten vorlesen m├╝ssen, in denen er die Schauspielerin auf ├╝ble Weise beschimpft hatte. Am dritten Tag im Zeugenstand im Gericht des Bezirks Fairfax (Virginia) wurde der „Fluch der Karibik“-Star am Donnerstag (Ortszeit) auch mit teils schockierenden Videos, Fotos und Audioaufnahmen konfrontiert, mit denen Heards Anw├Ąlte ein Bild von Depp als S├╝chtigen mit heftigen Ausf├Ąllen zeichnen wollten.

In einem Video, von Heard aufgenommen, schl├Ągt er morgens w├╝tend in einer K├╝che um sich, trinkt ein grosses Glas Wein und br├╝llt, dass er ihr zeigen werde, was „verr├╝ckt“ sei. Im Kreuzverh├Âr sagte Depp, dass er „einige K├╝chenschr├Ąnke“ aber nicht Heard angegriffen habe. Am Tag zuvor hatte er in dem Verleumdungsprozess angebliche Gewaltausbr├╝che der „Aquaman“-Schauspielerin beschrieben. W├Ąhrend eines Streits im Jahr 2015 habe sie eine Wodka-Flasche auf ihn geworfen. Dabei sei ein Teil seines Mittelfingers abgetrennt worden. Heard hat diesen Vorwurf in der Vergangenheit bestritten.

Beim Verlesen von Schimpftiraden und dem├╝tigenden Beleidigungen in seinen Textnachrichten r├Ąumte Depp am Donnerstag an einer Stelle ein, dass er auf seine Wortwahl „nicht stolz“ sei. In SMS-Texten zog er ├╝ber Heard als „Nutte“ her und sprach von ihr, als ob sie bereits tot sei. Andere Messages drehten sich um das Beschaffen von Drogen. Am Montag sollte die Befragung Depps vor der Jury fortgesetzt werden. Heard soll zu einem sp├Ąteren Zeitpunkt in den Zeugenstand treten.

2016 hatte die Schauspielerin nach nur 15 Monaten Ehe die Scheidung eingereicht. Sie warf dem Hollywood-Star h├Ąusliche Gewalt vor. In seiner Zivilklage h├Ąlt Depp seiner Ex-Frau vor, in einem 2018 von der „Washington Post“ ver├Âffentlichten Kommentar zum Thema h├Ąusliche Gewalt falsche Aussagen gemacht zu haben. Dies h├Ątte seinem Ruf geschadet. Wegen Verleumdung klagt Depp auf rund 50 Millionen Dollar (gut 45 Millionen Euro) Schadenersatz.

(text:sda/bild:unsplash-symbolbild)