26 Juli 2022

Iran sammelt ├ťberwachungskameras in Atomanlagen ein

Der Iran hat Kameras zur ├ťberwachung seines Atomprogramms eingesammelt und versiegelt. Dies berichtete die Nachrichtenagentur Fars am Dienstag unter Berufung auf die iranische Atomenergiebeh├Ârde.

Bereits am Montag hatte Irans Atomchef Mohammed Eslami betont, die vor wenigen Wochen abgestellten Kameras der Internationalen Atomenergiebeh├Ârde (IAEA) erst wieder zu aktivieren, wenn ein neuer Atomdeal mit dem Iran geschlossen wurde.

Nach einer Resolution der IAEA hatte der Iran Anfang Juni 27 ├ťberwachungskameras in mehreren Atomanlagen abgestellt und den Betrieb weiterer Zentrifugen zur Anreicherung von Uran angek├╝ndigt. Die Internationale Atomenergiebeh├Ârde warnte, dass der Iran nur noch wenige Wochen ben├Âtige, um Ausgangsmaterial f├╝r eine Atombombe zu produzieren. Teheran betont immer wieder, Nukleartechnologie nur f├╝r friedliche Zwecke zu nutzen.

Die Verhandlungen ├╝ber eine Wiederbelebung des 2015 geschlossenen Abkommens zwischen dem Iran und den anderen Vertragspartnern – China, Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Russland und USA – stocken seit M├Ąrz. Hintergrund sollen in erster Linie Differenzen zwischen der F├╝hrung in Teheran und der US-Regierung ├╝ber den Status der iranischen Revolutionsgarden sein. Die USA stufen diese als Terrororganisation ein.

Das Abkommen soll das Atomprogramm der islamischen Republik wesentlich einschr├Ąnken. Im Gegenzug wird die Aufhebung von Sanktionen in Aussicht gestellt. Die USA waren 2018 unter dem damaligen Pr├Ąsidenten Donald Trump 2018 einseitig aus dem Abkommen ausgestiegen und hatten neue Sanktionen gegen den Iran verh├Ąngt. US-Pr├Ąsident Joe Biden bem├╝ht sich darum, das Abkommen wiederzubeleben.

(text:sda/bild:unsplash)