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Interlaken: Ausbleiben der Gäste aus Übersee setzt Outdoorbranche zu

Es vergeht kaum ein Tag, ohne dass eine Branche über die wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronapandemie klagt. Auch die Wirtschaft im Berner Oberland bekommt die Auswirkungen zu spüren. Auch, und besonders, der Tourismus. Gerade die Region Interlaken ist bei internationalen Outdoor-Touristen sehr beliebt. Das Ausbleiben der Gäste aus Übersee setzt der Branche zu. So auch dem Paragliding. Ein Fallbeispiel.

Paragliding in Interlaken. Das steht für viele vornehmlich junge, internationale Outdoor-Touristen, die im Berner Oberland ihren Urlaub verbringen, ganz oben auf der To-Do-Liste. An einem sonnigen Sommertag zieren normalerweise unzählige Gleitschirme den Berner Oberländer Himmel. 2020 kam es anders. Wegen der Coronapandemie blieben die meisten internationalen Gäste aus. Auch der Lockdown setzte der Paraglidingbranche zu. Von einem Tag auf den anderen, blieben alle am Boden, erzählt Tom Wagner, Pilot und Managmentmitglied bei Paragliding Interlaken. Viele Piloten standen plötzlich ohne Arbeit da und mussten auf alternativen zurückgreifen. Manche seien wieder in ihren erlernten Beruf zurück, erzählt Wagner. Dank den staatlichen Hilfen für Selbstständige und der Möglichkeit der Kurzarbeit sieht er die Zukunft der Branche dennoch positiv.

Einheimische statt Touristen

Touristen aus dem asiatischen Raum fehlen gänzlich, sagt Tom Wagner, es kämen lediglich einzelne Personen aus Asien, die zur Zeit einen Wohnsitz in Europa haben. Erfreulich sei aber gewesen, dass viele Schweizer die Angebote wahrgenommen haben. Diese Unterstützung aus dem Berner Oberland und viel auch aus der Romandie habe für etwas Betrieb gesorgt, allerdings konnten diese den Wegfall der Gäste aus Übersee nicht wettmachen. Wagner geht auch davon aus, dass mit Ende der Sommerferien und besonders gegen den Winter zu, die Nachfrage stark rückläufig sein werde. Er hofft, dass sich die Coronasituation bald entspannt und Touristen aus Übersee wieder zahlreich nach Interlaken strömen.