20 Juni 2021

Impfstoffe wirken gut gegen Delta-Variante des Coronavirus

Die Schweiz ist nach Ansicht von Christoph Berger, Pr├Ąsident der Eidgen├Âssischen Kommission f├╝r Impffragen, auf die neue Delta-Variante des Coronavirus gut vorbereitet. Nach heutigem Wissenstand gebe es keinen Grund zur Beunruhigung.

Delta sei zwar ansteckender als andere Varianten, sagte Berger in einem Interview mit der „NZZ am Sonntag“. Doch die gute Nachricht sei, dass Personen, die zweimal mit einem mRNA-Impfstoff geimpft seien, zu fast 90 Prozent gegen die Delta-Variante gesch├╝tzt seien.

Zuletzt hatte die Delta-Variante des Coronavirus in Grossbritannien wieder zu steigenden Infektionszahlen gef├╝hrt. Berger wies auf die Unterschiede zur Schweiz hin. England habe m├Âglichst rasch viele Personen mit Impfstoff versorgen wollen.

Das sei damals wohl richtig gewesen. Heute gehe es aber um den Schutz mit zwei Impfungen. Die in der Schweiz verwendeten Impfstoffe von Moderna und Pfizer h├Ątten sich als wesentlich effektiver gegen die neue Variante gezeigt als andere Impfstoffe, etwa jener von AstraZeneca, den England breit eingesetzt habe.

Berger ├Ąusserte sich auch zu den Corona-Impfungen bei Jugendlichen im Alter von 12 bis 15 Jahren. Der Bund wolle n├Ąchste Woche diese Impfungen frei geben. F├╝r Jugendliche mit Vorerkrankungen sei eine Impfung sinnvoll. Das gelte auch f├╝r jene, die in Kontakt mit Risikopersonen seien, deren Abwehr geschw├Ącht sei.

(text:sda/bild:unsplash)