28 Februar 2021

Hotellerie rechnet mit grossen Verlusten in der Wintersaison

Trotz offener Skipisten rechnen die Schweizer Hotels auch fĂŒr die Wintersaison mit grossen Verlusten. Nach Angaben von HotellerieSuisse erwarten die Betriebe schweizweit im Durchschnitt Umsatzeinbussen von einer Million Franken.

Die Stadthotels gingen von November bis April sogar von einem Verlust von ĂŒber 1,5 Millionen Franken pro Betrieb aus, teilte HotellerieSuisse am Sonntag mit. Allein im Februar werde die Auslastung der Hotels in den grossen StĂ€dten auf 15 Prozent sinken – nach 50 Prozent im Jahr 2019.

In den Bergregionen sei der RĂŒckgang dank der Sportferien weniger dramatisch und die Auslastung dĂŒrfte dort im diesem Monat im Durchschnitt bei rund 50 Prozent liegen, 7 Prozentpunkte weniger als vor Corona. Dazu kĂ€men jedoch noch die UmsatzrĂŒckgĂ€nge wegen der behördlichen Schliessung der Hotelrestaurants fĂŒr externe GĂ€ste.

Ausserdem musste jedes dritte Hotel in der Schweiz im Februar komplett auf auslÀndische GÀste verzichten. 2019 hatten diese noch 40 Prozent der LogiernÀchte ausgemacht, in den grossen StÀdten sogar 70 Prozent.

GemĂ€ss HotellerieSuisse fĂŒhrten diese Faktoren im Februar fĂŒr 66 Prozent der Betriebe zu Umsatzeinbussen von bis zu 250’000 Franken, fĂŒr 11 Prozent von 250’000 bis zu 500’000 Franken. Wegen der geringeren Nachfrage hĂ€tten fast die HĂ€lfte aller Hotels im Winter die Preise senken mĂŒssen. Und auch die Aussichten fĂŒr die kommenden Monate seien nicht rosig.

HotellerieSuisse fordert deshalb fĂŒr die Betriebe raschen Zugang zu den Ă -fonds-perdu-BeitrĂ€gen des Bundes. Ausserdem mĂŒssten die MaximalbeitrĂ€ge fĂŒr die HĂ€rtefallhilfen erhöht werden. Und parallel zur Impfstrategie brauche es in der Hotellerie kostenlose, flĂ€chendeckende und regelmĂ€ssige Tests.