3 Mai 2021

Curling: Historisches Sieg der Schweizerinnen

Die Schweizer Curlerinnen um Skip Silvana Tirinzoni liefern an der Weltmeisterschaft in Calgary eine historische Sensation ab. Im Match gegen D√§nemark gl√ľckt ihnen ein Achterhaus, das maximale Ergebnis in einem End. Das Spiel gewinnen sie 13:4. Mit dem Team Aarau an der Weltmeisterschaft spielt auch Alina P√§tz aus der Oberl√§nder Gemeinde Unterseen.

Ein Achterhaus an internationalen Titelk√§mpfen bei den Frauen wie bei den M√§nnern war nicht √ľberliefert. Schon ein Sechserhaus ist auf diesem Niveau auf dem hochwertigen Eis in der Halle sehr selten. Das Achterhaus bedeutet, dass am Schluss eines Ends alle acht Steine eines Team im „Haus“, im Zielkreis, liegen, und zwar n√§her am Zentrum als der beste Stein des Gegners.

Die D√§ninnen um Skip Madeleine Dupont lagen vor dem 7. End ohne Vorteil des letzten Steins 4:5 zur√ľck. Mit hohem Risiko spielend, liessen sie die Schweizer Steine im Haus liegen, um ihr eigenes Spiel aufzuziehen und die Schweizerinnen unter Druck zu setzen. Im Lauf des Ends spielten die D√§ninnen immer mehr unpr√§zise Steine oder sogar Fehlsteine. Diese nutzten die Schweizerinnen jedes Mal aus, um einen weiteren Stein in eine vertikale, schwierig angreifbare Linie ins Haus zu spielen. Zuletzt hatte die Schweizer Nummer 4 Alina P√§tz eine einfache Aufgabe, um den achten Stein ebenfalls noch zu platzieren.

Einen Bonus gibt es f√ľr diese schiere Unm√∂glichkeit nicht. Auch die H√∂he des Sieges spielt im Curling keine Rolle. Aber die aktuellen Weltmeisterinnen des CC Aarau stehen mit vier Siegen aus vier Spielen auch so sehr gut da. In der n√§chsten Partie treffen sie am Montag um 17 Uhr Schweizer Zeit auf Japan.

(text:sda/bild:pixabay)