24 Dezember 2022

Heftiger Wintersturm sorgt an Weihnachten fĂŒr Chaos in den USA

Ein heftiges Sturmtief sorgt am Weihnachtswochenende in weiten Teilen der USA fĂŒr Chaos. Extreme KĂ€lte, heftige SchneefĂ€lle und Eiswind fĂŒhrten zu StromausfĂ€llen in mehr als 1,2 Millionen US-Haushalten, wie die Webseite PowerOutage am Freitagabend (Ortszeit) zeigte. Eis und Schnee brachten die PlĂ€ne vieler Reisenden durcheinander: Mehr als 5000 FlĂŒge wurden nach Angaben der Flugdaten-Webseite FlightAware am Freitag gestrichen, fast 9000 waren verspĂ€tet. Medienberichten zufolge starben mindestens 13 Menschen bei VerkehrsunfĂ€llen. Auf vielen Strassen kam der Verkehr komplett zum Erliegen.

Mehr als 200 Millionen Menschen hatten am Vorweihnachtstag Unwetterwarnungen erhalten. Betroffen waren zunĂ€chst vor allem der Norden und der mittlere Westen des Landes. Doch auch in Bundesstaaten im SĂŒden des Landes gab es Warnungen vor extremem Frost. In der Nacht zum Samstag sollte sich der Sturm mehr in den östlichen Teil der USA verlagern. In den östlichen zwei Dritteln des Landes werde zum Feiertagswochenende „gefĂ€hrliche KĂ€lte“ erwartet, warnte der US-Wetterdienst. Einige Bundesstaaten, darunter New York, riefen den Notstand aus.

„Ich bitte alle, heute Abend nicht auf die Strasse zu gehen, da sich die Bedingungen verschlechtern werden, wenn die Temperaturen im ganzen Bundesstaat weiter sinken. Packen Sie sich warm ein, bleiben Sie drinnen und passen Sie dieses Wochenende auf sich auf“, rief die Gouverneurin von New York, Kathy Hochul, die Einwohner auf.

US-Medien warnten unter Berufung auf Wetterexperten vor der möglichen Entstehung eines besonderen und schweren Sturms, eines sogenannten „Bombenzyklons“. In den Bundesstaaten Montana, South Dakota und Wyoming seien bereits Werte um minus 45 Grad Celsius gemessen worden. In Denver im US-Bundesstaat Colorado fielen die Temperaturen laut Meteorologen beim Durchzug der arktischen Kaltfront innerhalb von 24 Stunden um rund 40 Grad. „Dies ist nicht wie ein Schneetag aus Kinderzeiten“, warnte PrĂ€sident Joe Biden.

Chaotische Szenen gab es auch an den FlughĂ€fen. Vor allem Passagiere im Norden, rund um die grossen Seen, mussten Reisen absagen. Die FlughĂ€fen in Chicago und Detroit gehören zu den wichtigsten Drehkreuzen des Landes. Auf einem Video, das der TV-Sender Weather Channel auf seiner Webseite veröffentlichte, war zu sehen, wie eine ganze Armada von SchneepflĂŒgen versuchte, das Rollfeld des Chicago O’Hare International Airport freizuschaufeln.

(text:sda/bild:sda)