17 Dezember 2021

Gut 3900 Meldungen ├╝ber schwerwiegende Impf-Nebenwirkungen

In der Schweiz haben sich die Meldungen ├╝ber vermutete unerw├╝nschte Nebenwirkungen bei der gr├Âssten Impfaktion des Landes weiter in Grenzen gehalten. Bis am letzten Dienstag gingen bei der Arzneimittelbeh├Ârde Swissmedic 10’842 Meldungen nach Covid-19-Impfungen ein.

36 Prozent davon oder 3927 Meldungen wurden als schwerwiegend eingestuft. Bisher haben in der Schweiz laut Bund 5,8 Millionen Personen zwei Impfdosen erhalten und davon 1,4 Millionen Personen eine Auffrischimpfung.

Die bisher eingegangenen und analysierten Meldungen ├╝ber unerw├╝nschte Wirkungen w├╝rden das positive Nutzen-Risiko-Profil der in der Schweiz verwendeten Covid-19 Impfstoffe nicht ├Ąndern, teilte Swissmedic am Freitag mit. Sie hatte zuvor die Corona-Impfungen der Hersteller Moderna, Biontech/Pfizer und Johnson & Johnson als sicher taxiert und zugelassen.

In 178 der schwerwiegenden F├Ąlle starben Personen in unterschiedlichem zeitlichem Abstand zur Impfung. Trotz einer zeitlichen N├Ąhe gebe es in keinem Fall konkrete Hinweise darauf, dass die Impfung die Ursache f├╝r den Todesfall gewesen sei, schrieb Swissmedic.

Der gr├Âssere Teil der Verdachtsmeldungen bezog sich auf Frauen. Insgesamt waren die Betroffenen gem├Ąss den Angaben im Mittel 52 Jahre alt. In den als schwerwiegend eingestuften F├Ąllen lag das mittlere Alter bei 54,5 Jahren und bei Meldungen in zeitlichem Zusammenhang mit einem Todesfall bei knapp 80 Jahren.

68,5 Prozent der Meldungen bezogen sich auf den Impfstoff des Herstellers Moderna. Dieser war aber mit 64 Prozent der verabreichten Dosen bislang auch der in der Schweiz am h├Ąufigsten angewandte Impfstoff. Knapp 29 Prozent der Meldungen entfielen auf den Impfstoff von Biontech/Pfizer (bei rund 36 Prozent der verabreichten Impfdosen).

Die Meldungen erfolgten etwa zur H├Ąlfte durch medizinische Fachpersonen. Die ├╝brigen Meldungen kamen direkt von Betroffenen beziehungsweise Patientinnen oder Patienten.

(text:sda/bild:spit├Ąler fmi, zvg)