13 Juni 2021

Gsteig: Deutliches JA zur Jahresrechnung 2020

Die Gemeinde durfte ein ausserordentlich gutes Jahresergebnis zur Kenntnis nehmen. Eine gute Ausgabendisziplin einerseits und unerwartet hohe Mehrerträge bei den Steuern trugen massgeblich dazu bei.
Bei einer Steueranlage von 1.6 resultierte im Gesamthaushalt ein Ertrags√ľberschuss von CHF 42’589.29. Budgetiert war ein Defizit von CHF 193’084.95. Die Jahresrechnung des Allgemeinen Haushalts schloss ausgeglichen ab. Der gesamte Ertrags√ľberschuss von CHF 1’427’974.56 musste systembedingt als zus√§tzliche Abschreibungen in die Finanzpolitische Reserve eingelegt werden.
Bei 15 Gegenstimmen und 21 Enthaltungen wurde die Jahresrechnung 2020 mit 411 Stimmen genehmigt.

2017 konnte das Sportzentrum Gstaad erweitert und saniert werden. Damit stehen der Schule, den Einheimischen und auch den G√§sten ein gr√∂sseres und zeitgem√§sses Angebot zur Verf√ľgung.
Die durch die Erweiterung der Anlagen h√∂heren Unterhalts- bzw. Betriebskosten konnten dank einem Leistungsauftrag mit der Gemeinde Saanen ausgeglichen werden. Dadurch ist es der Gesellschaft m√∂glich, das Sportzentrum Gstaad kostenneutral zu f√ľhren.
Nun fordert die Gemeinde Saanen, dass sich auch die Nachbargemeinden mit einem h√∂heren Betrag an den laufenden Betriebskosten zu beteiligen haben. Dementsprechend hat die Gemeinde Saanen ihren Beitrag gek√ľrzt.
Damit auch in Zukunft den Nachbargemeinden die Spezialtarife gew√§hrt und das Hallenbad f√ľr das Schulschwimmen zur Verf√ľgung gestellt werden kann, ist somit die Gesellschaft auf eine Anpassung der Betriebsbeitr√§ge angewiesen.
Mit Blick auf die H√∂he des Saaner Beitrages von 854’000.00 Franken z.G. der Kostenstelle Hallenbad, Freibad und Eisbahn, erachtete der Gemeinderat den neu von Gsteig erwarteten j√§hrlich wiederkehrenden Beitrag von CHF 24’000.00 als angemessen.
Die beantragte j√§hrliche Erh√∂hung des Gemeindebeitrages von 13’000.00 auf 24’000.00 Franken wurde bei 28 Enthaltungen mit 301 gegen 119 Stimmen angenommen. Erstmals wird der h√∂here Beitrag in die Betriebsrechnung 2021/2022 fliessen.

Das seit 2016 nicht mehr f√ľr den Unterricht ben√∂tigte Schulhaus in Feutersoey will der Gemeinderat einer anderen Nutzung zuf√ľhren, so bspw. f√ľr stilles Gewerbe oder f√ľr Wohnungen.
Es besteht die M√∂glichkeit, drei Geschosse umzunutzen. Die Zivilschutzr√§ume im Untergeschoss sollen vorerst weiterhin vom Zivilschutz genutzt werden. Ob der Mehrzweckraum im Erdgeschoss auch k√ľnftig der √Ėffentlichkeit zur Verf√ľgung stehen soll, werden die Stimmb√ľrgerinnen und Stimmb√ľrger sp√§ter zu entscheiden haben. Das vor knapp sieben Jahren im n√∂rdlichen Anbau er√∂ffnete „L√§deli“ kann unver√§ndert an diesem Standort betrieben werden. Der Schulhausplatz und der kleine Spielplatzbereich sollen weiterhin der Bev√∂lkerung zur Verf√ľgung stehen.
Zurzeit befindet sich das ehemalige Schulhaus in der Zone f√ľr √∂ffentliche Nutzung (Z√∂N). Vorgesehen ist, die Fl√§che der Schul- und Zivilschutzanlage neu einer Wohn-/Gewerbezone WG3 zuzuordnen. Darin sind Wohnbauten sowie Bauten m√§ssig st√∂render Betriebe zugelassen.
Das Kantonale Amt f√ľr Gemeinden und Raumordnung (AGR) unterst√ľtzte die Gemeinde in ihrer Planung. Der zweite Vorpr√ľfungsbericht vom 18. Februar 2021 h√§lt fest, dass alle zu bereinigenden Punkte umgesetzt wurden und keine materiellen und formellen Genehmigungsvorbehalte mehr vorliegen.
Gegen die in der Zeit vom 2. bis 31. März 2021 öffentlich aufgelegenen Planungsunterlagen sind weder Einsprachen noch Rechtsverwahrungen eingelangt. Die Akten lagen auch 30 Tage vor dem Urnengang in der Gemeindeverwaltung öffentlich auf.
374 Stimmberechtigte haben die beantragte Umzonung angenommen. 45 waren dagegen und 26 enthielten sich der Stimme.

(text:pd/bild:pixabay)