22 August 2022

Grossteil der Gasumlage in Deutschland geht an zwei Unternehmen

Ein Grossteil der milliardenschweren Umlage zur Rettung von Gasimporteuren entfĂ€llt nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur auf zwei Unternehmen. Über 90 Prozent der 34 Milliarden Euro, die fĂŒr die Gasumlage bis April 2024 anfallen, geht demnach an zwei Gashandelspartner mit Russland, wie die dpa am Montag erfuhr: Uniper und die bisherige Gazprom Germania.

Uniper hatte in der vergangenen Woche erklĂ€rt, mehr als 50 Prozent der Umlage zu erhalten, allerdings ohne eine genaue Summe zu nennen. Dem Vernehmen nach sollen es etwa zwei Drittel sein. Weitere etwa 25 Prozent gehen demnach an Sefe (vormals Gazprom Germania) sowie deren Hauptvertragspartner Wingas und VNG. Die verbleibenden rund 8 Prozent der Umlagekosten entfallen den Angaben zufolge auf die ĂŒbrigen acht Unternehmen. Von diesen acht Unternehmen hat RWE bereits öffentlich erklĂ€rt, auf die Umlage verzichten zu wollen.

Die Umlage von 2,4 Cent pro Kilowattstunde soll ab Anfang Oktober greifen und Importeuren zugutekommen, die zu hohen Preisen Ersatz fĂŒr ausbleibendes Gas aus Russland kaufen mĂŒssen. Ohne die Umlage hĂ€tte nach Angaben des Wirtschaftsministeriums ein Zusammenbruch des deutschen Energiemarktes mit noch höheren Gaspreisen gedroht.

(text:pd/bild:archiv)