11 M├Ąrz 2021

Grosser Rat tagt auch in Zukunft vier mal pro Jahr

Der bernische Grosse Rat wird weiterhin viermal pro Jahr zu einer Session zusammenkommen. Er lehnte einen Vorstoss ab, der w├Âchentlich einen Sitzungstag forderte. Nicht jeder Arbeitst├Ątige k├Ânne viermal pro Jahr zwei Wochen frei nehmen, um an den Grossratssessionen teilzunehmen, begr├╝ndete Sara Gabi Sch├Ânenberger (SP) ihren Vorstoss. Auch SVP Grossrat Matthias M├╝ller unterst├╝tzte den Vorschlag:“ Die heutige Handhabung f├╝hrt dazu, dass heute vor allem Selbst├Ąndige oder Akademiker im Rat sitzen.“ Mit w├Âchentlichen Sitzungen k├Ânnte man eine repr├Ąsentativere Vertretung der Bev├Âlkerung im Parlament erreichen, da eine Teilnahme auch mit einer 80 Prozent Anstellung m├Âglich w├Ąre. Zudem entspreche der Wochenrhythmus besser den heutigen Lebensgewohnheiten.

Die Gegner f├╝hrten ins Feld, dass das heutige Sessionssystem eine Konzentration der parlamentarischen Arbeit auf vier Phasen pro Jahr konzentriere. Ausserdem erleichtere es die ├╝berfraktionelle Arbeit. Die organisatorische Frage des Sessions-Rhythmus besch├Ąftigt das Parlament nicht zum ersten Mal. Der Vizepr├Ąsident des Ratsb├╝ros, Herv├ę Gullotti sprach daher von einer ┬źritournelle┬╗, also von der ewig gleichen Geschichte. Bis anhin hatte sich der Rat immer f├╝r das Sessionsmodell mit mehreren Zusammenk├╝nften pro Jahr ausgesprochen. Das tat der Rat denn auch am Donnerstag deutlich mit 110 zu 39 Stimmen bei 7 Enthaltungen. (text:bluewin/msi/bild:archiv)