5 M├Ąrz 2022

Grosser Demozug bewegt sich durch die Z├╝rcher Innenstadt

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der grossen Friedensdemonstration in Z├╝rich haben sich in Bewegung gesetzt: Sie ziehen vom Platzspitz beim Landesmuseum ├╝bers Central zum Sechsel├Ąutenplatz.

Zur bewilligten Kundgebung aufgerufen hatten unter anderem Gewerkschaften, SP und Gr├╝ne. Die Veranstalter rechneten im Vorfeld mit bis zu 20’000 Teilnehmenden.

Diese Zahl d├╝rfte wohl erreicht werden, wie sich bereits beim Beginn der Demo abzeichnete. Es fanden sich Tausende Menschen jeden Alters friedlich in der N├Ąhe des Z├╝rcher Hauptbahnhofs ein. Viele f├╝hrten „Stopp Putin“-Schilder oder ukrainische Flaggen mit. Auch selbstgebastelte Friedenstauben waren zu sehen.

Um die Sicherheit der Teilnehmenden garantieren zu k├Ânnen, setzt die Stadtpolizei Z├╝rich auch einen Helikopter ein, wie sie am Samstag twitterte. „Wir erhalten so einen ├ťberblick ├╝ber m├Âgliche Engp├Ąsse.“ Bei einem Notfall k├Ânnte sie beispielsweise auf dem Wasser – ├╝ber die Limmat – schnell eingreifen.

Wegen der Grossdemo warnt die Polizei vor „massiven Einschr├Ąnkungen f├╝r den ├Âffentlichen- und den Individualverkehr“. Dies ist besonders zwischen dem Hauptbahnhof und dem Bellevue der Fall, aber auch auf den Zufahrtsachsen zur Innenstadt. Sie empfiehlt, die Innenstadt zu meiden.

Unter dem Motto „Frieden jetzt“ fordern die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Einstellung der Kampfhandlungen, Verhandlungen ├╝ber eine politische L├Âsung sowie ├╝ber Massnahmen zur Abr├╝stung und R├╝stungskontrolle. Ausserdem brauche es wirksame Kontrollen des Rohstoffhandels, der zu grossen Teilen ├╝ber die Schweiz abgewickelt werde. Nur so k├Ânne erreicht werden, dass der Krieg nicht von hier aus finanziert werde.

Sicherheit gebe es nur durch den globalen Verzicht auf Atomwaffen und allseitige Abr├╝stung sowie mehr soziale Gerechtigkeit und Demokratie – weltweit. Es brauche eine St├Ąrkung des V├Âlkerrechts und der Uno sowie eine gesamteurop├Ąische Sicherheitsarchitektur im Rahmen der Organisation f├╝r Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).

Weitere Demonstrationen sind unter anderem am Nachmittag in Bern und Genf geplant.

(text:sda/bild:unsplash)