15 April 2021

Greenpeace fordert Nestlé zum Ersatz von Plastikverpackungen auf

Die Umweltorganisation Greenpeace fordert den Nahrungsmittelkonzern Nestl√© dazu auf, gegen die Plastikflut vorzugehen. Nestl√© m√ľsse Einwegverpackungen jeglicher Art vermeiden und auf Mehrweg-Systeme umstellen.

Trotz zahlreicher Ank√ľndigungen in den letzten Monaten bleibe die Bilanz von Nestl√© im Umgang mit Plastik katastrophal, wie Greenpeace am Mittwochabend mitteilte. Im letzten Jahr habe Nestl√© total 1,3 Millionen Tonnen Einweg-Plastikverpackungen verbraucht.

Die „Break Free From Plastic“-Bewegung habe Nestl√© im Dezember das dritte Jahr in Folge als einen der drei gr√∂ssten Plastikverschmutzer der Welt bezeichnet. Trotz gegenteiliger Behauptungen erziele der Nahrungsmittelkonzern keine Fortschritte bei den Verpackungen.

Nestlé machen sich in Umweltfragen etwas vor, indem das Unternehmen auf Scheinlösungen wie Plastikrecycling und Einweg-Verpackungen aus alternativen Materialien wie Papier oder Karton setze. Am Vorabend der Generalversammlung hat Greenpeace seine Forderungen an der Fassade eines Nestlé-Gebäudes in La Tour-de-Peilz projeziert.

Nestl√©-Verwaltungsratspr√§sident Paul Bulcke hatte am Mittwoch in einem Interview mit der NZZ betont, der Konzern wolle bis 2050 keine Klimagase mehr ausstossen. Bis 2025 will Nestl√© insgesamt 3,2 Milliarden Franken in den Klimaschutz investieren. An der GV werden die Aktion√§re √ľber einen Klima-Aktionsplan abstimmen k√∂nnen.

(text:sda/bild:sda)