28 Mai 2022

Gouverneur von Texas zu Polizeieinsatz: „Wurde in die Irre gef├╝hrt“

Nach neuen Erkenntnissen ├╝ber den Ablauf des Polizeieinsatzes w├Ąhrend des verheerenden Schulmassakers ger├Ąt der Gouverneur des US-Bundesstaats Texas unter Druck.

„Ich wurde in die Irre gef├╝hrt“, sagte Greg Abbott am Freitag in einer Pressekonferenz in der Kleinstadt Uvalde. Er habe der ├ľffentlichkeit die Informationen weitergeben, die ihm nach dem Blutbad in der Grundschule geschildert worden seien. „Die Informationen, die mir gegeben wurden, erwiesen sich zum Teil als ungenau, und ich bin absolut w├╝tend dar├╝ber.“

Kurz zuvor hatte die zust├Ąndige Sicherheitsbeh├Ârde schwere Fehler bei dem Einsatz einger├Ąumt. So wurde etwa bekannt, dass bereits zu einem fr├╝hen Zeitpunkt 19 Polizisten im Flur vor dem Klassenraum postiert gewesen waren, in dem der Sch├╝tze sich mit den Kindern verschanzt hatte. Diese unternahmen den Angaben nach mehr als 45 Minuten lang keine Versuche, in den Raum einzudringen und den Sch├╝tzen zu stoppen. Der 18-j├Ąhrige Sch├╝tze t├Âtete im dem Klassenzimmer am Dienstag 19 Kinder und zwei Lehrerinnen.

Abbott hatte am Mittwoch mit der Aussage Aufsehen erregt, dass alles h├Ątte noch viel schlimmer kommen k├Ânnen. „Der Grund, warum es nicht schlimmer war, ist, dass die Strafverfolgungsbeh├Ârden taten, was sie taten“, sagte er etwa. Bei der Pressekonferenz am Freitag sprach Abbott das Thema zun├Ąchst gar nicht an und redete ├╝ber finanzielle Hilfen f├╝r Opfer. Im Anschluss wurde er von der anwesenden Presse dazu gedr├Ąngt, sich zu ├Ąussern. Abbott sagte anfangs, dass er erstmal nur Fragen zur finanziellen Unterst├╝tzung beantworten wolle und sp├Ąter andere Fragen „ohne Bezug“. Es wurden aber dennoch zun├Ąchst nur Fragen zu den Fehlern beim Polizeieinsatz gestellt.

(text:sda/bild:unsplash)