13 Mai 2021

Gleiche Bedingungen f├╝r alle kantonalen Kinder- und Jugendheime

Der bernische Regierungsrat will f├╝nf Institutionen der Kinder- und Jugendhilfe ausgliedern und so gleich lange Spiesse mit anderen sozialen Institutionen im Kanton schaffen.

Damit f├╝r alle Leistungserbringer dieselben Bedingungen gelten, sollen die kantonalen Kinder- und Jugendheime privatrechtlich organisiert werden und als Stiftungen auf eigenen F├╝ssen stehen. Die Gesundheits- und Sozialkommission des Grossen Rates (GSoK) bef├╝rwortet grunds├Ątzlich die von der Regierung vorgeschlagene Privatisierung der f├╝nf kantonalen Kinder- und Jugendheime, schl├Ągt aber einen anderen Weg vor. Sie schl├Ągt dem Grossen Rat vor, den Regierungsrat mit der Ausarbeitung einer Variante mit zwei statt einem Schritt zu beauftragen, wonach den Stiftungen die heutigen Immobilien vermietet werden sollen. Die Frage nach einer sp├Ąteren ├ťbertragung der Liegenschaften soll fr├╝hestens in f├╝nf Jahren wieder aufgegriffen werden, wenn sich die ausgegliederten Stiftungen im freien Markt zurechtgefunden haben.

Gegen die Verselbstst├Ąndigung der kantonalen Kinder- und Jugendheime ist hingegen der VPOD (Schweizerische Verband des Personals ├Âffentlicher Dienste).┬á „Dieses Gesch├Ąft ist eine gef├Ąhrliche Mogelpackung“, heisst es in einer entsprechenden Medienmitteilung. Denn die Ausgliederung verschlechtere die Anstellungsbedingungen der Mitarbeitenden der betroffenen Institutionen und f├╝hre zu erheblichen Mehrkosten, die in der aktuellen finanziellen Lage des Kantons und den unabsehbaren Folgen der Corona-Pandemie nicht vertretbar seien.

Der Grosse Rat wird sich in der Sommersession 2021 mit dem Gesch├Ąft befassen.

(text:pd&chl/bild:unsplash)